Wegen einer Serie von Morden an Frauen und Mädchen ist in Indonesien ein 57 Jahre alter Mann hingerichtet worden. Durch die Taten wollte er offenbar magische Kräfte erlangen.
Nach 42 Ritualmorden an Frauen und Mädchen ist in Indonesien ein 57 Jahre alter Mann hingerichtet worden. Die Justiz setzte sich mit der Erschießung von Ahmad Suradji über einen Appell von Amnesty International hinweg, die erst im Juni wiederaufgenommene Vollstreckung von Todesurteilen auszusetzen.
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Suradji wurde im Mai 1997 verhaftet, nachdem in der Nähe seines Hauses in Lubukpakan im Norden der Insel Sumatra eine Frauenleiche entdeckt worden war. Bei den folgenden Ermittlungen wurden weitere 41 Leichen entdeckt.
Widerstand gegen Begräbnis
Die Frauen kamen zu Suradji, weil diesem übernatürliche Kräfte nachgesagt wurden. Danach wurden sie gefesselt und erdrosselt. Der vermeintliche Magier beerdigte seine Opfer mit dem Kopf in Richtung seines Hauses. Als Motiv für die elfjährige Mordserie gab er an, dass er so seine magischen Kräfte erhöhen wollte.
Suradjis Frau Tumini wurde wegen Beihilfe ebenfalls zum Tode verurteilt. Diese Strafe wurde später in lebenslange Haft umgewandelt.
Die geplante Beisetzung Suradjis auf einem öffentlichen Friedhof scheiterte nach Medienberichten am Widerstand von Hinterbliebenen seiner Opfer. Die Leiche des Hingerichteten blieb daher zunächst in der Leichenhalle des örtlichen Krankenhauses.
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(AP/grc)
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