Indonesien 700-Meter-Brücke knickt ein - viele Tote

Beim Einsturz einer Hängebrücke in Indonesien sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, weitere 30 werden noch vermisst - und die Chancen, sie noch lebend zu bergen, sind gering. Die Brücke kollabierte bei Reparaturarbeiten.

Ein Brückensturz in Indonesien hat mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Unter den Opfern ist auch ein sechs Monate altes Baby. Mindestens 30 weitere Personen werden nach dem Unglück vom Samstag nach Angaben der Rettungskräfte noch vermisst. 39 Menschen wurden gerettet, viele von ihnen verletzt in Krankenhäuser eingeliefert.

Die Kutai Kartanegara Brücke nach dem Unglück: Ein Bus, Autos und Motorräder stürzten in den Fluss Makaham.

(Foto: AP)

Es sei davon auszugehen, dass einige der Opfer in Bussen oder in Autos eingeklemmt waren, die in den Fluss Mahakam stürzten, hieß es von den Behörden. Die schlechte Sicht in dem trüben Wasser erschwere die Suche nach möglichen weiteren Todesopfern erheblich.

Die 700 Meter lange Hängebrücke zwischen den Städten Tenggarong und Samarinda in der Provinz Ost-Kalimantan brach nach offiziellen Angaben zusammen, als bei Reparaturarbeiten ein Stahlkabel riss.

Augenzeugen berichteten von einem lauten Krach, als die 720 Meter lange Brücke am Samstagnachmittag zusammenbrach und einen Bus, Autos und Motorräder mit in die Tiefe riss.

Die Brücke wurde erst 2002 fertiggestellt. Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono kündigte eine umfassende Untersuchung des Unglücks an.