Einen grausigen Fund hat die indische Polizei im Bundesstaat Orissa gemacht. In einem ausgetrockneten Brunnen fanden sie zahlreiche Körperteile Neugeborener.
Die indische Polizei hat im östlichen Bundesstaat Orissa einen grausigen Fund gemacht: In einem ausgetrockneten Brunnen nahe einer Privatklinik entdeckten Ermittler 30 Plastiktüten mit Körperteilen neugeborener Babys sowie abgetriebenen Föten.
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Es handele sich wahrscheinlich um Mädchen, die kurz nach der Geburt getötet oder noch während der Schwangerschaft abgetrieben worden seien, erklärte Chefermittler B.K. Sharma.
Der Leiter der Klinik sei festgenommen worden. Die Polizei habe den Brunnen überprüft, nachdem in der vergangenen Woche sieben weibliche Föten in einem nahe gelegenen Dorf ebenfalls in Plastiktüten entdeckt worden seien.
Viele indische Eltern bevorzugen einen Sohn, weil sie in ihm eher einen späteren Brotverdiener sehen als in einer Tochter.
Außerdem fürchten ärmere Familien oft eine hohe Mitgift, die sie bei der Heirat einer Tochter an die Angehörigen des Bräutigams zu zahlen haben. Die Regierung schätzt, dass in den vergangenen 20 Jahren etwa zehn Millionen Mädchen von ihren Eltern kurz nach der Geburt getötet oder noch davor abgetrieben wurden.
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(Reuters)
Müll am Fluss
bei uns gibt es weniger Ausreden
So? Bei einer Bevölkerung von 1,2 Milliarden Menschen ist das ein Fall auf 2400 Einwohner pro Jahr - inklusive Abtreibungen, wohlgemerkt!
Zum Vergleich: in Deutschland gibt es pro Jahr eine (gemeldete) Abtreibung auf ca. 600 Einwohner, also viermal so viele!
Sind wir hier so viel besser weil wir beim Umbringen von Föten keinen Unterschied nach Geschlecht machen und es technisch ausgefeilt tun und nur selten (aber immer mal wieder) bis nach der Geburt warten?
Die Gründe sind ja im Grunde die gleichen: In Indien hat man Angst vor der Mitgift, hierzulande will man den Lebesstandard halten und keinen Karriereknick riskieren...