Indien Riesenspinnen versetzen Dorf in Panik

Tiere wie aus einem Horrorfilm: Eine noch unbekannte Spinnenart versetzt derzeit ein Dorf in Indien in Panik. Mindestens zwölf Menschen sollen bereits von den aggressiven Achtbeinern gebissen worden sein - und auch für zwei Todesfälle werden die Riesenspinnen verantwortlich gemacht.

Eine hochgiftige und aggressive Spinnenart gelangt im Sarg eines Wissenschaftlers - der den Tieren bereits zum Opfer gefallen ist - von Südamerika in die USA. Dort paart sich die eingereiste Spezies mit einer heimischen Art. Die entstandenen Hybrid-Spinnen - selbstverständlich noch viel giftiger und aggressiver als die Ausgangsarten - versetzen fortan eine kalifornische Kleinstadt in Angst und Schrecken.

Unbekannte Monster: Noch ist die Spinnenart, die derzeit ein indisches Dorf in Panik versetzt, nicht identifiziert.

(Foto: AFP)

Klingt wie die Handlung eines Horrorstreifens? Ist es auch. Genauer gesagt: der Plot des Films Arachnophobia aus dem Jahr 1990. Dieser dürfte den Bewohnern eines indischen Dorfes allerdings unangenehm bekannt vorkommen. Denn dort verbreiten derzeit ganz reale Riesenspinnen Panik.

Zunächst seien die Behörden von einem Streich ausgegangen, sagte der Dorfälteste Ranjit Das aus dem Dorf Sadiya. Dann allerdings seien zahlreiche Bewohner von den Spinnen gebissen worden. Laut örtlichen Presseberichten wurden bislang mindestens zwölf Menschen von den Spinnen gebissen, zudem gibt es unbestätigte Berichte über zwei Todesfälle.

Die Behörden versprühen in der Region im Bundesstaat Assam nun Insektenbekämpfungsmittel. Ein Team von Wissenschaftlern reiste in das abgelegene Dorf etwa 550 Kilometer östlich von Assams Hauptstadt Guwahati. Die Spinnen sähen aus wie Taranteln, bislang sei aber noch unklar, um welche Art es sich handle, sagte ein Forscher. Daher seien mehrere Exemplare zur Untersuchung an Spinnenkundler in anderen Staaten geschickt worden.

Im Spielfilm gelingt es den Protagonisten erst mit dem Einsatz von Feuer und Nagelpistole, die gefährlichen Tiere unschädlich zu machen. Drastische Maßnahmen, die den Bewohnern von Sadiya hoffentlich erspart bleiben.