Indien Fünf Festnahmen und eine neue Gruppenvergewaltigung

Im Fall der jungen Frau, die vor wenigen Tagen von fünf Männern sexuell missbraucht wurde, hat die Polizei nun alle Tatverdächtigen gefasst. Und während sich noch ganz Indien schockiert über die Tat zeigt, wird bereits ein neuer Fall bekannt: Diesmal ist das Opfer eine junge Polizistin.

Nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in der indischen Stadt Mumbai sind alle fünf Tatverdächtigen in Haft. Nachdem einer der mutmaßlichen Täter schon am Freitag gefasst worden war, seien im Laufe des Samstags drei weitere und am Sonntag der fünfte festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Am Donnerstag waren mehrere Männer in einer Fabrikruine im Zentrum Mumbais über die Fotografin hergefallen. Ihr Kollege wurde geschlagen und gefesselt. Die beiden waren zu Aufnahmen in die stillgelegte Baumwollspinnerei gekommen. Die Frau Anfang 20 lag am Sonntag noch im Krankenhaus. Nach Aussage der Ärzte erlitt sie innere und äußere Verletzungen.

Die Zeitung The Times of India zitierte die Fotografin mit den Worten, eine Vergewaltigung sei "nicht das Ende des Lebens". In einem Gespräch mit Vertretern einer Frauenorganisation, die sie im Krankenhaus besuchten, forderte sie dem Bericht zufolge, ihre Peiniger müssten die härteste Strafe erhalten. "Ich möchte so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen", fügte sie hinzu. Das Verbrechen erinnerte an die brutale Gruppenvergewaltigung in einem Bus in Neu Delhi Ende 2012 und löste landesweit Proteste aus.

Unterdessen ist bekannt geworden, dass eine Frau im Osten Indiens von mehreren Männern vergewaltigt worden ist. Diesmal traf es eine junge Polizistin: Wie lokale Medien am Sonntag berichteten, hielten die mit Äxten bewaffnete Räuber die Familie des Opfers auf einer Bundesstraße an. Bei der Tat am Donnerstagabend raubten sie demnach 10.000 Rupien (116 Euro) und zerrten die junge Frau aus dem Auto. Einige Täter vergingen sich an der Polizistin, während andere ihre Familie bedrohten. Die Polizistin hatte erst im April vergangenen Jahres die Arbeit bei den Sicherheitskräften begonnen.