Nach seinem Zerstörungszug über Mexiko hat der Hurrikan Wilma nun das amerikanische Festland im Südwesten Floridas erreicht. Die Behörden sind besorgt, weil viele Menschen die Evakuierungsaufrufe ignorierten.

Der Wirbelsturm erreichte Florida bei Cape Romano im Südwesten der Halbinsel. Zuvor schon hatten Ausläufer die Florida Keys, die vorgelagerte Inselgruppe, gestreift.

Meterhohe Wellen in Key West, Florida. (© Foto: AP)

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In Key West verwandelten sich etliche Straßen in kürzester Zeit in schlammige Kanäle, berichtete der amerikanische Nachrichtensender CNN. Die Behörden sind besorgt, weil viele Menschen in Florida die Aufforderung zur Evakuierung nicht befolgt haben.

Das nationale Hurrikan-Zentrum in Miami hatte "Wilma" in der Nacht zum Montag wieder als einen Wirbelsturm der Kategorie 3 und damit als einen "bedeutenden Hurrikan" eingeordnet. Bisher kamen nach Behördenangaben durch den Sturm mindestens acht Menschen ums Leben.

Flutwellen bis zu 5,20 Metern

Anwohner Floridas müssten mit Flutwellen zwischen 2,70 und 5,20 Meter rechnen, warnten Meteorologen. Das Auge des Hurrikans sollte am Montag mit voller Wucht von der West- zur Ostküste Floridas ziehen. Bedroht ist auch ein Naturschutzgebiet.

In Florida befinden sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes derzeit rund 3000 Touristen aus Deutschland. Hinzu kommen etwa 200.000 Deutsche, die dort wohnen. Derzeit ist noch nicht abzusehen, wann die Flughäfen wieder geöffnet werden.

Unterdessen hat die TUI hat ihre Flüge auf die von Hurrikan "Wilma" verwüstete Yucatan-Halbinsel nach Cancun jetzt bis zum 9. November abgesagt. Urlauber könnten kostenfrei umbuchen oder stornieren, teilte ein Sprecher am Montag in Hannover mit.

Flughafen Cancun geschlossen

Etwas über 900 Gäste befänden sich noch vor Ort. Bis auf acht Personen, die in Notunterkünfte gebracht worden seien, hätten alle in ihren Hotels bleiben können und würden dort so gut wie möglich versorgt. Wann sie nach Hause geflogen werden könnten, sei noch unklar. Der Flughafen Cancun sei geschlossen.

Die Reiseveranstalter der Thomas Cook AG haben alle Flüge in die Region Yucatán bis zum 12. November abgesagt, bis zum 13. November wollen Meier's Weltreisen und Dertour Cancun nicht anfliegen. Dagegen halten die Veranstalter der Rewe Touristik (ITS, Jahn und Tjaereborg) an einer Frist bis zum 2. November fest.

Bei einem Busunglück auf der Karibikinsel Kuba wurden nach Informationen des Auswärtigen Amts drei Deutsche schwer verletzt.

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