Die Schäden am 27,6 Millionen teuren Holocaust-Mahnmal sind umfangreicher als zunächst angenommen. Weit mehr als die Hälfte der Betonquader haben Risse. Die Kosten für die Sanierung werden auf 100.000 Euro geschätzt.

Die Schäden am Holocaust-Mahnmal in Berlin sind umfangreicher als bislang gedacht. Nicht nur knapp 1400, sondern bis zu 1900 der 2711 Betonstelen hätten Risse, sagte der Geschäftsführer der zuständigen Stiftung, Uwe Neumärker, am Montag.

Zahlreiche Risse in den Stelen müssen abgedichtet werden. Die Sanierung soll demnächst beginnen. (© Foto: dpa)

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Teils seien es aber nur winzige Schäden. Die Sanierung werde beginnen, sobald das Wetter gut genug sei. Zunächst würden 50 der Betonquader mit Harz-Injektionen repariert.

Für die erste Runde seien Stelen in fünf Kategorien ausgewählt worden - von schlimmen Schäden bis hin zu kaum wahrnehmbaren, sagte Neumärker. Zunächst sollten Erfahrungen gesammelt werden.

Deshalb sei auch nicht klar, wie viel die Sanierung kosten und wie lange sie dauern werde. Die Kosten für die ersten 50 Stelen übernehme die Baufirma, die das Mahnmal ausgeführt hatte.

Um die Risse abzudichten, muss nach Neumärkers Worten trockenes Wetter mit mindestens zehn Grad Celsius herrschen. Derzeit sei es noch zu regnerisch, auch sei ein Wintereinbruch angekündigt.

Die Schäden waren im vergangenen Sommer entdeckt worden. Das Mahnmal ist seit 2005 zugänglich. Es hat 27,6 Millionen Euro gekostet. Experten schätzen die Kosten der Sanierung auf mindestens 100.000 Euro.

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(AP/dmo)