Hintergrund Als Rosenmontag noch Rosensonntag war

Eine goldene Rose des Papstes, Umzugssitten aus dem Mittelalter und die Nachkriegserfindung der Witzfiguren: Die vielen Traditionen des Rosenmontags.

Der Name Rosenmontag leitet sich nach herrschender Lehrmeinung vom Rosensonntag ab, dem "Laetare", der früher vier Wochen nach Karneval in der Mitte der Fastenzeit gefeiert wurde.

An diesem Tag durfte man das Fasten für einen Tag unterbrechen. Im 11. Jahrhundert soll der Papst an diesem Tag eine goldene Rose geweiht haben, was dem Tag nach Meinung mancher Forscher seinen Namen gegeben hat.

Eine andere Erklärung lautet, dass die Priester am Rosensonntag rosafarbene Gewänder getragen hätten.

Um das karnevalistische Treiben in geordnete Bahnen zu lenken, gründeten die Kölner 1822 ein Festkomitee, das fortan jedes Jahr am Rosensonntag zu seiner Hauptversammlung zusammentrat.

Düsseldorf übernahm die Kölner Bezeichnung

Um 1830 ging der Name dieses Rosensonntagskomitees auf den am Montag vor Aschermittwoch abgehaltenen Umzug über. Andere Städte wie Mainz und Düsseldorf übernahmen nach und nach diese Kölner Bezeichnung. Einer Minderheitsmeinung zufolge stimmt das alles aber gar nicht - Rosenmontag leitet sich demnach von dem niederrheinischen Wort "rosen" für rasen, toben ab.

Die Karnevalszüge gehen auf Maskenzüge aus mittelalterlicher und vermutlich sogar heidnischer Zeit zurück. Ursprünglichen sollten damit Geister und der Winter ausgetrieben werden.

Die großen Figuren kamen erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Noch bis in die 50er Jahre wurden die Wagen von Pferden gezogen. Immer mal wieder ist es vorgekommen, dass die Züge abgesagt wurden, zuletzt 1991 wegen des Golfkrieges, aber auch schon wegen Schnee, Weltwirtschaftskrise und nicht zuletzt Gezänk unter den Karnevalsvereinen.