Virginia vollstreckt die Todesstrafe gegen einen 43-Jährigen: Bis zuletzt hat sich der Verurteilte gewehrt - sechs Männer drängten ihn in die Todeskammer.

Bis zuletzt hat sich ein Häftling in den USA gegen seine Hinrichtung gewehrt, ehe die Justizbehörden im US-Staat Virginia das Todesurteil wegen Polizistenmordes mit der Injektion von Gift vollstreckten. Sechs stämmige Beamte mussten den 43-jährigen Edward Nathaniel Bell am Donnerstagabend in seiner Zelle überwältigen, ehe sie ihn auf eine Trage legen konnten.

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Vor dem Greensville-Gefängnis, in dem die Hinrichtung stattfand, protestierten Gegner der Todesstrafe. (© Foto: AP)

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In die Todeskammer gebracht, wandte sich Bell an die Angehörigen des ermordeten Polizisten Ricky Timbrook und rief: "An die Familie Timbrook, ihr habt definitiv den Falschen. Eines Tages wird die Wahrheit herauskommen. Das hier. Mich zu töten, da ist keine Gerechtigkeit dabei."

Bells Anwalt James Connell, der die Hinrichtung beobachtete, sagte danach: "Eddies Fall ist ein Beispiel, dass dieses System Irrtümer nicht korrigieren kann."

Bell hat nach dem Spruch seiner Richter im Oktober 1999 den 32-jährigen Polizisten erschossen. Als Motiv nannte der Staatsanwalt Rache nach einer Festnahme wegen Drogenhandels.

Bell blieb aber bis zuletzt dabei, dass er den Polizisten nicht erschossen habe. Er war der 103. Straftäter, der in Virginia seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 hingerichtet wurde. Damit liegt dieser US-Staat in der entsprechenden Statistik hinter Texas auf dem zweiten Platz.

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(AP/grc)