Hilfsorganisation "Grünhelme" Drei deutsche Helfer in Syrien entführt

Seit fast sieben Wochen verschollen: Drei deutsche Helfer der Hilfsorganisation "Grünhelme" sollen bereits in der Nacht zum 15. Mai im Norden Syriens verschleppt worden seien. Seitdem fehlt jede Spur von ihnen, das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet.

Im Norden Syriens sind nach Angaben der Hilfsorganisation "Grünhelme" drei ihrer Helfer entführt worden und seit fast sieben Wochen verschollen. Die drei Deutschen seien bereits in der Nacht zum 15. Mai aus ihrem Haus im Ort Harim nahe der türkischen Grenze entführt worden, sagte "Grünhelme"-Gründer Rupert Neudeck dem Spiegel einem Vorabbericht zufolge. Sie hätten dort beim Aufbau eines Krankenhauses mitgearbeitet. Es handele sich um einen Industriemechaniker, einen Bautechniker und einen Ingenieur, schreibt Grünhelme-Gründer Rupert Neudeck auf der Internetseite seiner Organisation.

Die Organisation sei bisher nicht an die Öffentlichkeit gegangen, weil sie gehofft habe, ihre Mitarbeiter zu finden und freizubekommen. Doch die wochenlange Suche syrischer Mitarbeiter und einheimischer Rebellengruppen sei ergebnislos geblieben.

Das Auswärtige Amt bestätigte am Samstagabend lediglich, dass drei Deutsche in Syrien vermisst werden. "Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet, der intensiv an einer Lösung arbeitet", sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. Details wollte er nicht nennen.

Die "Grünhelme" sind dem Bericht zufolge seit September 2012 in Teilen Nordsyriens aktiv, die nicht mehr vom Regime kontrolliert werden. Sie helfen beim Wiederaufbau von Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern.