Seit mehreren Wochen gibt es in einem Fuldaer Klinikum immer wieder Infektionen. Außerdem wurde in noch ein anderer Virus gefunden.

Mehr als 170 Menschen sind in einer Klinik und einem Seniorenheim in Fulda an einer Salmonellenvergiftung erkrankt. Seit dem Ausbruch der Infektionen Ende April sind in dem Klinikum drei Menschen gestorben, doch nur bei einer Patientin ist ein mittelbarer Zusammenhang mit der Salmonellen-Vergiftung zu vermuten, wie das Klinikum am Samstag mitteilte.

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Salmonelle (© Foto: ddp)

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Darüber hinaus habe es auch in dem Seniorenheim drei Todesfälle gegeben, von denen bei zweien Salmonellen als Todesursache ausgeschlossen werden könnten, teilte die Klinikleitung unter Berufung auf das Fuldaer Kreisgesundheitsamt mit. Bei einem Fall stehe das Ergebnis der Überprüfung noch aus.

Im Klinikum Fulda war seit Ende April aus noch ungeklärter Ursache eine Vielzahl von Salmonellen-Infektionen sowohl bei Mitarbeitern als auch Patienten aufgetreten. Die letzte Neuerkrankung wurde am vergangenen Montag festgestellt. 95 Patienten und 56 Mitarbeiter seien positiv getestet worden.

Klinikbetrieb läuft normal weiter

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden seien Vorkehrungsmaßnahmen getroffen worden, die weit über das gesetzliche Maß hinaus gingen. "Der Klinikbetrieb läuft normal weiter", sagte der medizinische Direktor Achim Hellinger. Bei Untersuchungen des Klinikessens gab es laut Klinikleitung keine Hinweise auf Salmonellen. Die Küche als Ausgangspunkt könne jedoch erst nach Abschluss aller vorgeschriebenen Untersuchungen ausgeschlossen werden.

In dem Fuldaer Seniorenheim gab es den Angaben zufolge zudem Infektionen mit dem Norovirus. Insgesamt zehn der 23 betroffenen Heimbewohner litten gar an einer Doppelinfektion. Auch bei zwei Mitarbeitern seien Salmonellen nachgewiesen worden.

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(AP)