Havariertes Kreuzfahrtschiff im Golf von Mexiko Luxusliner in US-Hafen geschleppt

Ende einer Kreuzfahrt: Die havarierte Carnival Triumph wird in den Hafen von Mobile, Alabama, geschleppt

(Foto: dpa)

Es ist das Ende eines Albtraums für Tausende Passagiere: Nach einem Brand auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff im Golf von Mexiko fällt der Strom aus, Toiletten sind defekt, es herrscht unerträglicher Gestank. Jetzt hat die US-Küstenwache die "Carnival Triumph" in den Hafen von Mobile geschleppt.

Erleichterung für die mehr als 4000 Menschen an Bord des manövrierunfähigen Kreuzfahrtschiffs Carnival Triumph: Das Schiff erreichte in der Nacht zu Freitag den Hafen von Mobile im US-Bundesstaat Alabama, nachdem es tagelang im Golf von Mexiko getrieben war. Eine Flottille von Schleppern hatte die Carnival Triumph dorthin gebracht. Die Aktion hatte sich zuletzt verzögert, weil die Taue eines der Schlepper gerissen waren und dieser ersetzt werden musste. Bis die Passagiere das Schiff verlassen können würden, werde es vermutlich noch einige Stunden dauern, teilte die Reederei Carnival mit.

Nach Berichten von Reisenden herrschten an Bord unhaltbare hygienische Zustände. Demnach liefen die Toiletten über, Menschen mussten wegen des Gestanks in Gängen oder an Deck schlafen. Zudem habe es nicht genug zu essen gegeben, zitierten US-Medien Passagiere.

Die Carnival Triumph war seit einem Brand im Maschinenraum am Sonntag manövrierunfähig. Das Schiff war am vergangenen Donnerstag von Texas aus in See gestochen. Bei dem Zwischenfall etwa 250 Kilometer vor der mexikanischen Küste wurde nach Angaben der Reederei niemand der 3143 Passagiere und 1086 Crewmitglieder verletzt. Die automatischen Feuerlöschsysteme des Schiffes hätten den Brand umgehend unter Kontrolle gebracht. Anschließend hatte die US-Küstenwache das Schiff tagelang über das Meer geschleppt.

Etwa 200 Mitarbeiter der Reederei sollen sich jetzt um die Menschen kümmern, berichtete CNN. Mit Bussen können sie nach Galveston, Texas fahren, wo die Reise begann, oder nach Houston. Mehr als 1500 Hotelzimmer habe die Reederei in New Orleans reserviert. Für Freitag seien zahlreiche Charterflüge von New Orleans nach Houston organisiert worden. Auch für die Weiterfahrt nach Galveston stünden Transportmittel bereit, damit die Gäste ihre Autos abholen könnten, falls sie im Hafen von Galveston geparkt hätten.