Hasselhoff-Kult in den USA Hunderte Papp-Hoffs geklaut

David Hasselhoff ist, so dachten wir zu seinem 60., nicht gerade der Schauspieler mit den meisten Fans. Falsch gedacht: Eine Kette von Convenience-Läden in den USA klagt nun über Hunderte gestohlene Hoff-Aufsteller aus Pappe.

"Sie dachten, David Hasselhoff wird nur in Deutschland gemocht? Weit gefehlt!" So oder so ähnlich moderieren TV- und Radiosprecher in den USA die Nachricht des Tages an: Im Nordosten der Vereinigten Staaten ist Hasselhoff abhanden gekommen - zu hunderten. Für eine örtliche Kette von Convenience Stores wirbt der 60-Jährige dort für Eiskaffee. Mit buntem Muskelshirt, Flügel und Bikini-Schönheit in einem Werbespot - und als überlebensgroßer Pappaufsteller. Eben diese Aufsteller scheinen inzwischen ähnlichen Kultstatus zu genießen wie der Mann, der - geheimnisvoll und schmierig wie eh und je - davon herab lächelt. Mehrere hundert solche Aufsteller sind geklaut worden.

"Obwohl wir es schmeichelhaft finden, dass sich unsere Kunden derart zu der Eiskaffee-Werbung hingezogen fühlen, ermuntern wir niemanden zu Diebstahl", zitiert der Lokalsender WHDH-TV einen Sprecher der Convenience Stores. "Hoff ist für alle da." Mehr als 550 solcher Aufsteller sollen Berichten US-amerikanischer Medien schon verschwunden sein - bleiben noch etwa 20 für die knapp 600 Filialen der Kette in Neuengland.

Die Motive der Diebe bleiben auch nach einem offenherzigen Geständnis vor laufender Kamera rätselhaft. Nahmen sie am Ende Hasselhoff bei seinen berühmtesten Worten und wollten ihm so endlich zu der Freiheit verhelfen, die er so lange suchte?

Oder ist der Run auf Hasselhoffs Oberkörper ein erstes Anzeichen dafür, dass der Schauspieler und Sänger nach langen Jahren des Daseins als Skandalblattfüller und Musikantenstadl-Gast-Sänger, auf die Welle des Erfolgs zurückgefunden hat? Die passende rote Boje dazu wird er jedenfalls schon sehr bald wieder in Händen halten. Wie Hasselhoff diese Woche ankündigte, wird er in der Kino-Version der Kult-Serie Baywatch die Rolle spielen, die ihm am meisten liegt: sich selbst.