Hannover Auto rast in Fußgängergruppe - ein Toter, vier Verletzte

30 Menschen warten an der Straßenbahnhaltestelle in Hannover, als unvermittelt ein Auto in die Gruppe rast. Fünf Menschen werden bei dem Unfall am Dienstagabend teils lebensgefährlich verletzt, ein 64 Jahre alter Mann erliegt später seinen schweren Verletzungen. Auch der Unfallfahrer wird in eine Klinik eingeliefert.

An einer Straßenbahnhaltestelle in Hannover ist am Dienstagabend ein Auto in eine Fußgängergruppe gerast. Ein 64 Jahre alter Mann kam ums Leben, vier Menschen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt, unter ihnen der 57-jährige Autofahrer.

Das Unglück ereignete sich an einer Haltestelle am Hannover Congress Centrum (HCC). Dort war am Dienstag unter anderem eine Senioren-Messe eröffnet worden. Der Pkw war vermutlich mit hoher Geschwindigkeit unkontrolliert von der Straße abgekommen. Warum der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, ist noch völlig unklar. Wie die Feuerwehr berichtete, warteten an der Haltestelle zu diesem Zeitpunkt etwa 30 Menschen.

Eine 56-jährige Frau und ein 64-jähriger Mann wurden von dem Auto erfasst und etwa 30 Meter weit durch die Luft geschleudert. Beide wurden am Unglücksort wiederbelebt und mit schwersten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Nach Polizeiangaben starb der Mann wenig später in der Klinik. Die Frau schwebte am Abend noch in Lebensgefahr.

Der Wagen des Unfallfahrers krachte in einen Baum. Der Fahrer wurde schwer verletzt im Fahrzeugwrack eingeklemmt und musste von Feuerwehrleuten befreit werden.

Zwei 25 und 38 Jahre alte Frauen erlitten einen Schock. Die 25-Jährige hatte noch Erste Hilfe geleistet, eine schwangere 38-Jährige hatte den Unfall von der gegenüberliegenden Straßenseite mit ansehen müssen. Beide kamen gleichfalls ins Krankenhaus. Zur Betreuung der Patientinnen alarmierte die Einsatzleitstelle einen Notfallseelsorger. Feuerwehr und Rettungsdienst Hannover waren mit 20 Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften vor Ort.

"Die Situation ist noch sehr unübersichtlich", sagte ein Polizeisprecher an diesem Mittwoch. "Jetzt müssen ganz viele Spuren ausgewertet und Gutachten erstellt werden." Auch Unfallzeugen müssten vernommen werden. Die Auswertung könne Wochen dauern.