Hamburg Vom Kneipenspaß zum Spitzensport

Gewannen den Titel im Doppel: Jörg Harms (links hinten), der seine Karriere klassisch in der Kneipe begann, und Kollege Marvin Velasco (links vorn).

(Foto: Markus Tischler/imago)

Nationaltrikots, Schiedsrichter, Torwiederholungen in Zeitlupe: Tischfußballer machen inzwischen Ernst. Zu Besuch bei der Weltmeisterschaft, wo die Gaudi im Lichte des heiligen Ernsts erstrahlt.

Von Thomas Hahn

Die Leistungssportkarriere des Weltmeisters Jörg Harms begann in der Kneipe. "Klassisch", wie er sagt - wobei Harms, 48, einräumen muss, dass sein Werdegang als Tischfußballspieler aus heutiger Sicht eher altertümlich wirkt.

Während des Studiums in Göttingen kickerte Harms regelmäßig bei Kaltgetränken. Dann fragte ihn einer, ob er bei einem Turnier mitspielen wolle, und sein Aufstieg begann. Marvin Velasco dagegen, mit dem Harms bei der Tischfußball-WM in Hamburg am Osterwochenende den Titel im Doppel gewann, ging noch nicht in Kneipen, als ...