Fast zwei Wochen nach der Tat sitzt der Mann hinter Gittern, der eine Frau direkt vor einen anfahrenden Zug stieß. Der 19-jährige Türke hatte sich am Donnerstagabend gestellt. Einen Grund für seine Tat hat er bis jetzt noch nicht genannt.
Fast zwei Wochen nach der Tat sitzt der Hamburger S-Bahn-Schubser hinter Gittern. Der 19-jährige Türke, der nach einem abgelehnten Asylantrag illegal in Hamburg lebt, befindet sich in Untersuchungshaft. Er hatte sich am Donnerstagabend gestellt. Er gab zu, am 2. Mai eine 21-jährige Frau vor eine anfahrende S-Bahn gestoßen zu haben, schweigt aber zu den Gründen, teilte die Polizei am Freitag mit. Er habe angegeben, betrunken gewesen zu sein.
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Auf den Bildern einer Überwachungskamera war zu sehen, wie ein Mann eine Frau direkt vor einen anfahrenden Zug stieß. Eine Freundin konnte sie gerade noch vor einem Sturz auf die Gleise bewahren. Nach der Veröffentlichung von Fotos waren zahlreiche Hinweise eingegangen.
Der 19-Jährige wurde am Donnerstag identifiziert und stellte sich wenig später den Beamten. Der Polizei war er wegen eines Raubüberfalls und eines Diebstahls bereits bekannt.
Nach den Aussagen des Opfers war der S-Bahn-Schubser vor seiner Tat am 2. Mai in eine Rangelei verwickelt gewesen. "Möglicherweise hatte sich dabei Frust in ihm aufgestaut, der sich in einer Wutexplosion gegenüber der nächsten unbeteiligten Person entlud", sagte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Hannover, Christian Pfeiffer, zum möglichen Motiv des Mannes.
In der Vergangenheit hatten vergleichbare Fälle in Berlin für Aufsehen gesorgt. Im November 2003 hatte ein 24-Jähriger einen Zeitungsverkäufer bestohlen und auf ein S-Bahngleis geschubst. Das Opfer blieb unverletzt.
Im Dezember 2002 stieß ein Deutsch-Kasache einen Mann vor einen Zug, der beide Beine verlor. Der Täter wurde wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt.
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(dpa)
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