Der in der Schweiz verhaftete Klatschreporter Michael Graeter ist nach Deutschland ausgeliefert worden. Er muss eine Haftstrafe wegen Veruntreuung antreten.
Die Schweizer Sicherheitsbehörden haben Graeter in der Grenzstadt Konstanz der deutschen Polizei übergeben. Das sagte ein Sprecher des Berner Bundesamts für Justiz. Graeter habe keinen Widerspruch gegen eine vereinfachte Auslieferung eingelegt. Eine Bestätigung von Seiten der Münchner Staatsanwaltschaft gab es zunächst nicht.
Verurteilt wegen Veruntreuung und Insolvenzverschleppung: Der Boulevard-Reporter Michael Graeter (© Foto: ddp (Archiv))
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Graeter war 2002 vom Amtsgericht München wegen Insolvenzverschleppung, zweifachen Bankrotts und Veruntreuung von Arbeitsentgelt zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zu den Auflagen gehörte unter anderem die Schadenswiedergutmachung.
Gegen diese Auflage hatte Graeter allerdings verstoßen. Dehalb erließ die Münchner Justiz einen Haftbefehl. Der 65-Jährige, dessen Kolumnistentätigkeit als Vorlage für die TV-Kultserie "Kir Royal" diente, war in Zürich verhaftet worden und saß seit dem 21. Januar in Bern in Auslieferungshaft.
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(dpa/maru/cgr)
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