Nach "vagen Hinweisen" auf einen Amoklauf in nordrhein-westfälischen Kaarst heute morgen, hat die Polizei nichts Verdächtiges gefunden. Auch Gespräche mit Lehrern hätten nichts ergeben, so ein Polizeisprecher.

Hinweise auf einen angeblich bevorstehenden Amoklauf haben im nordrhein-westfälischen Kaarst am Dienstag für Aufregung gesorgt. Die Polizei durchkämmte am frühen Morgen nach Angaben eines Sprechers das örtliche Georg-Büchner-Gymnasium. Zuvor habe es Hinweise von finnischen Sicherheitsbehörden gegeben, dass für Dienstag ein Amoklauf geplant gewesen sei.

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Die Beamten hätten bei der Durchsuchung aber nichts Verdächtiges entdeckt, betonte der Sprecher. Auch Gespräche mit Lehrern hätten "keine Hinweise auf auffällige Schüler" ergeben. "Man kann davon ausgehen, dass nun am Mittwoch wieder Unterricht stattfindet", sagte der Polizeisprecher.

Für den Einsatz wurden rund 100 Beamte in Bewegung gesetzt. Der langgestreckte Flachbau des Gymnasiums war am Morgen von zahlreichen Einsatzkräften umstellt worden, die Polizei war mit rund zehn Mannschaftswagen und zahlreichen Streifenwagen angerückt. Schüler waren kaum am Gelände zu sehen, sie wurden an den Absperrungen wieder nach Hause geschickt.

Auslöser war ein Internet-Chat, in dem über ein solches Massaker gesprochen wurde. Finnische Ermittler seien in einem geschlossenen Internet-Chatbereich auf ein Gespräch gestoßen, in dem ein möglicher Amoklauf in der deutschen Schule nicht ausgeschlossen wurde.

Allerdings, so betonte der Polizeisprecher, hätten an dem virtuellen Gespräch nicht mögliche Beteiligte teilgenommen. Vielmehr chatteten Personen, die von solch einem Plan vom Hörensagen erfahren haben wollen. Es gebe aber keine konkreten Hinweise auf eine Tat, unterstrich der Polizeisprecher.

Am Wochenende waren Pläne für einen angeblichen Amoklauf an einer Kölner Schule bekannt geworden, die sich am Montag jedoch als falsch herausgestellt hatten. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall hatte sich ein 17-Jähriger vor eine Straßenbahn gestürzt und war seinen Verletzungen erlegen.

Anfang November hatte ein Amoklauf an einer finnischen Schule Schlagzeilen gemacht. In der Kleinstadt Tuusula hatte ein Abiturient sechs Schüler und zwei Frauen an einem Schulzentrum ermordet.

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(sueddeutsche.de/AP/Reuters/odg/sma)