Protest, Gewalt und Plünderungen: Griechenland erlebt den zweiten Tag in Folge schwere Unruhen, nachdem ein 15-Jähriger durch Polizeischüsse getötet wurde.

Bei den schweren Unruhen in Griechenland sind nach Behördenangaben bislang 34 Menschen verletzt worden. Eine Frau habe eine schwere Kopfverletzung erlitten, hieß es am Sonntag weiter. Fernsehsender berichteten von mindestens fünf weiteren Personen, die in Krankenhäusern behandelt würden. In Athen nahm die Polizei mindestens 13 Menschen fest, mehrere davon wegen Plünderungen.

Thessaloniki Unruhen

In Thessaloniki brannten Autos. (© Foto: AFP)

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Die Proteste dauerten den zweiten Tag an, nachdem am Samstag ein 15-Jähriger durch Schüsse eines Polizisten gestorben war. Der Jugendliche soll zu einer Gruppe gehört haben, die ein Polizeiauto mit Steinen beworfen hatte. In Athen, dem nordgriechischen Thessaloniki und auf den Ferieninseln Kreta und Korfu lieferten sich Tausende Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Allein in der Hauptstadt gingen mehr als 30 Geschäfte und ein Dutzend Banken in Flammen auf.

Am Abend zogen sich in Athen mehr als 1000 Protestierer auf das Gelände der Universität zurück, das die Polizei nicht betreten darf. Auch in Thessaloniki warfen Demonstranten Brandsätze auf die Polizei, setzten eine Bank in Brand und verwüsteten Geschäfte.

Wegen des Todes des 15-Jährigen wurden zwei Polizisten festgenommen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, einem von ihnen werde vorsätzliche Tötung zur Last gelegt und dem anderen Beihilfe dazu.

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(Reuters/beu)