Schnelle Ermittlungsergebnisse nach dem Fund dreier Babyleichen: Die Polizei hat die Mutter unter dringendem Tatverdacht festgenommen, das Verbrechen sei "im Grunde aufgeklärt".

Die drei im sauerländischen Wenden getöteten Neugeborenen haben offenbar schon seit Ende der achtziger Jahre in der Tiefkühltruhe gelegen. Das wurde am Montag aus Ermittlerkreisen bekannt. Die Polizei verdächtigt die Mutter, die Leichen der Kinder im Keller des Einfamilienhauses versteckt zu haben.

Wenden; dpa

In diesem Haus in Wenden wurden die toten Babys entdeckt. (© Foto: dpa)

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Die Leichen waren am Sonntag in der Tiefkühltruhe entdeckt worden. Nach Informationen des Westdeutschen Rundfunks soll der 18 Jahre alte Sohn der Familie die Leichen entdeckt haben und daraufhin mit seinen Eltern zur Polizei gefahren sein.

Im Keller des Fachwerkhauses machten die Beamten den grausigen Fund. Die Kinder sind nach Auskunft der Siegener Staatsanwaltschaft offenbar lebend zur Welt gekommen. Die Mutter der Kinder gilt als dringend tatverdächtig. "Das Verbrechen ist im Grunde aufgeklärt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Fachwerkhaus wird nach Auskunft der Polizei von einer fünfköpfigen Familie bewohnt. Augenzeugen schilderten die Familie als völlig unauffällig. Die Eltern sollen 44 und 49 Jahre alt sein, die Kinder zwischen 18 und 24 Jahren. Der Vater sei Elektro-Techniker, berichtete der TV-Sender N24. Nach Informationen aus Ermittlerkreisen soll eine Tochter studieren. Beim Jugendamt gebe es keine Akte, die Familie sei nie aufgefallen, hieß es aus der Kreisverwaltung Olpe.

Die Leichen der Neugeborenen waren in Tüten verpackt in der Tiefkühltruhe gefunden worden. Sie werden nach Auskunft der Polizei nun langsam aufgetaut und dann obduziert. Weitere Einzelheiten wollen Polizei, Staatsanwaltschaft Siegen und die Hagener Mordkommission in der Pressekonferenz am Mittag bekanntgeben.

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(dpa/mmk)