Der Präsident heißt Obama, Sarah Palin ab jetzt Oma: Ihre 18-jährige Tochter, die im Wahlkampf mit ihrer Schwangerschaft für Aufsehen sorgte, hat ein Kind zur Welt gebracht.

Die ehemalige republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ist Oma geworden: Ihre 18-jährige Tochter Bristol brachte einen Sohn zur Welt, berichtet das Magazin People.

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Handküsschen von Mama - Oma - Palin: Die 44-Jährige ist Großmutter geworden. (© Foto: Reuters)

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Der kleine Tripp Easton Mitchell Johnston wurde demnach am Samstag geboren und wog 3300 Gramm. Mutter und Kind gehe es gut, zitierte People eine Familienangehörige.

Palin, die Gouverneurin des US-Staats Alaska, hatte im September mitten im Präsidentschaftswahlkampf bekanntgegeben, dass ihre damals 17 Jahre alte Tochter ein Kind erwartet. Vater ist der 18-jährige Levi Johnston, der seine Freundin nach eigenen Angaben bald heiraten will.

Der Fall hatte im Wahlkampf für kontroverse Debatten gesorgt. Palin, die selbst fünf Kinder zwischen sieben Monaten und 19 Jahren hat, sollte an der Seite von Präsidentschaftskandidat John McCain die wichtigsten Stammwähler der Republikaner überzeugen - Amerikas religiös-konservative Wählerklientel. Das tat sie denn auch: Unter anderem James Dobson, Chef der Lobbygruppe Focus on the Family, der McCain zunächst offen feindselig gegenüber stand, sang regelrechte Lobeshymnen auf die Vizepräsidentschaftskandidatin.

Pünktlich zum Parteitag der Republikaner im September, wo die in Familienfragen streng konservative Palin offiziell als Running Mate nominiert werden sollte, rückte mit der Schwangerschaft der Tochter Palins Privatleben in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Palin, die selbst für sexuelle Enthaltsamkeit von Teenagern eintritt und eine strikte Abtreibungsgegnerin ist, wurde damit innerhalb einer Woche von einer völlig unbekannten Politikerin zur umstrittensten Person in der amerikanischen Politik. Ihrer Beliebtheit bei den Religiös-Konservativen tat dies indes keinen Abbruch - im Gegenteil: Nach Bekanntgabe der Schwangerschaft scharten sich die Republikaner demonstrativ um die Kandidatin.

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(sueddeutsche.de/AP/hai)