In Langelsheim sind zwei Mädchen im Alter von vier Monaten und fünf Jahren mit tödlichen Schnittverletzungen gefunden worden - von ihrem Großvater. Die 34-jährige Mutter steht unter Tatverdacht.
Ein vier Monate altes Mädchen und seine fünfjährige Schwester sind in Langelsheim bei Goslar tot aufgefunden worden.
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Ein Fahrzeug der Kriminalpolizei steht vor dem Haus in Langelsheim, in dem am Dienstag zwei kleine Mädchen tot aufgefunden wurden. (© dapd)
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Beide Mädchen wiesen Schnittverletzungen auf, wie die Polizei mitteilte. Der Großvater hatte seine Enkelkinder im Wohnhaus der Familie gefunden. Eine dritte Tochter, die Zwillingsschwester der Fünfjährigen, wurde mit oberflächlichen Schnittverletzungen ambulant im Krankenhaus behandelt. Sie befinde sich nun in Obhut der Großeltern.
Am Tatort befand sich auch die die 34-jährige alleinerziehende Mutter der Kinder. Der Verdacht richte sich gegen sie, teilte die Polizei in Goslar mit.
Der Großvater der Kinder hatte gegen acht Uhr morgens telefonisch die Polizei informiert, er habe zwei seiner Enkeltöchter leblos im Elternhaus vorgefunden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Mädchen feststellen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Braunschweig sollten am Dienstag noch Rechtsmediziner den Tatort in Augenschein nehmen.
Die evangelische St. Laurentiusgemeinde in Astfeld wollte noch am Dienstagnachmittag bekanntgeben, ob und wann die Kirche für Andachten und Fürbitten geöffnet wird. "Wir stehen im Moment noch alle so unter Schock, dass wir noch gar nichts entscheiden konnten", sagte Pastorin Kathrin Reich.
Langelsheims Bürgermeister Henning Schrader sagte: "Das ist eine ganz furchtbare Geschichte. Wir alle können noch gar nicht fassen, was da in unserer Stadt passiert ist."
Auch die Nachbarn sind geschockt: "Eine ganz nette liebe Familie", sagt eine 73-Jährige aus der Nachbarschaft, die ihren Namen nicht nennen will. Die heute 34-Jährige Mutter kannte die Frau schon als junges Mädchen. Dass sie verdächtigt wird, zwei ihrer Kinder umgebracht zu haben, kann die Rentnerin nicht fassen: "Das ist furchtbar."
Die alleinerziehende Frau lebte offenbar relativ zurückgezogen in Astfeld, einem Ortsteil der Harz-Gemeinde Langelsheim. Die Verwaltungsangestellte hatte 2002 einen Lehrer geheiratet, lebte aber getrennt von ihm. Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der Goslarschen Zeitung hatten die Zwillinge und das Baby unterschiedliche Väter.
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(dpa/dapd/cag/afis)
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