Gleichberechtigung Hunderte Hollywoodstars starten Aktion gegen Belästigungen

Reese Witherspoon, Jennifer Aniston und Shonda Rhimes (v.l.) haben sich mit hunderten anderen Schauspielerinnen zusammengeschlossen.

(Foto: AP)

Die Zeit ist um: Unter diesem Motto haben 300 Hollywood-Akteure eine Initiative gegründet. Sie wollen Frauen aus allen Bereichen der Arbeitswelt helfen - und haben schon mehr als 13 Millionen Dollar gesammelt.

#metoo war 2017, das neue Jahr startet mit einem neuen Hashtag: #Timesup. Mehr als 300 Hollywood-Künstlerinnen wollen so der Belästigung von Frauen in der Filmindustrie und im amerikanischen Berufsalltag insgesamt ein Ende bereiten. Reese Witherspoon, Alyssa Milano, Maggie Gyllenhaal und viele weitere riefen am Neujahrstag dazu auf, sich der Initiative "Time's Up" (Die Zeit ist um) anzuschließen. Der Initiative gehören auch Filmstars wie Meryl Streep, Emma Stone, Cate Blanchett, Goldie Hawn und Gwyneth Paltrow sowie Regisseurinnen, Produzentinnen und Drehbuchautorinnen an.

Sie alle versprechen, künftig auch weniger privilegierten Frauen wie Arbeiterinnen, Kellnerinnen und Zimmermädchen Schutz vor und Rechtshilfe nach sexuellen Angriffen zu bieten.

Die australische Schauspielerin Margot Robbie ("Suicide Squad", "The Wolf of Wall Street") schreibt auf Instagram: "An all meine Schwestern (aus allen Bereichen): Die Zeit der Stille ist um. Die Zeit des Wartens ist um. Die Zeit von Diskriminierung, Belästigung und Missbrauch ist um." Sie ruft dazu auf, einem Fonds für Rechtsbeihilfe zu spenden.

Dieser sei durch Spenden unter anderem von Witherspoon, Streep, Steven Spielberg und Kate Capshaw ermöglicht worden und verfüge bereits über 13 Millionen Dollar (knapp elf Millionen Euro), berichtet die New York Times.

In einer ganzseitigen Anzeige, die ebenfalls in der spanischsprachigen Zeitung La Opinion abgedruckt wurde, heißt es: "Der Kampf, den Frauen kämpfen müssen, um gehört zu werden, um in männlich dominierten Arbeitsplätzen einzubrechen und akzeptiert zu werden, muss enden. Die Zeit dieses undurchdringlichen Monopols ist um!"

Das hat #Metoo für uns verändert

Im Oktober hat die SZ Schauspielerinnen zu ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Anzüglichkeiten befragt. Heute geben sie zu Protokoll, was sich seitdem verändert hat. Von Ulrike Schuster mehr...