Giftanschlag vermutet Größtes Postamt der Schweiz evakuiert

Im Schweizerischen Schlieren bei Zürich klagen Mitarbeiter eines Briefzentrums über Reizungen und Übelkeit. Die werden einem weißen Pulver zugeschrieben, das aus zwei Kuverts austritt. Das Postzentrum wird evakuiert, ein Mensch ins Krankenhaus gebracht.

Nach dem Fund einer unbekannten Substanz ist das Briefzentrum Zürich-Mülligen in Schlieren am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr Ortszeit evakuiert worden. Nach Angaben des Schweizer Fernsehens gab es eine noch unbekannte Anzahl an Verletzten. Polizei, Sanitäter und Feuerwehr waren rasch mit einem Großaufgebot vor Ort. Rund 220 Mitarbeiter mussten das größte Briefzentrum der Schweiz daraufhin verlassen. Laut Schweizer Medienberichten habe es sich um ein weißes Pulver gehandelt.

Evakuierte Post-Mitarbeiter harren vor dem Briefzentrum Zürich-Mülligen in Schlieren aus.

(Foto: REUTERS)

"Kurz nach 20 Uhr wurden zwei Kuverts mit einer verdächtigen Substanz gefunden", bestätigte Werner Benz, Mediensprecher der Kantonspolizei, dem Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten Online. Nach dem Fund der Substanz haben demnach mehrere Personen über Unwohlsein geklagt. "Eine Person ist mittlerweile ins Spital gebracht worden. Die restlichen werden vor Ort betreut", wird Benz zitiert.

Nach Angaben der Online-Ausgabe des Schweizer Blick gab die Polizei am späten Abend Entwarnung. Experten zufolge soll die Substanz harmlos sein. Was die Reizungen bei den betroffenen Personen hervorrief, ist noch unklar.