Immer mehr Jugendliche in Deutschland trinken so viel Alkohol, dass sie deswegen im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Zahl der Alkoholvergiftungen ist innerhalb von fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen.
Gegen das zunehmend exzessive Trinken Jugendlicher setzt die Bundesregierung auf ein bundesweites Präventionsprogramm.
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Immer mehr Jugendliche müssen wegen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. (© Foto: ddp)
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Die Erfahrungen des seit 2003 laufenden Bundesmodellprojekts "Halt" an elf Orten seien viel versprechend, sagte die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing am Dienstag in Berlin. Allerdings will der Bund kein Geld für die Ausweitung geben und hofft stattdessen auf die Krankenkassen.
"Mein Ziel ist, dass die 'Halt'-Idee schnell bundesweit genutzt und langfristig solide finanziert wird", sagte Bätzing.
Hintergrund des Modellprojekts war die dramatisch steigende Zahl von Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen. Mussten im Jahr 2000 12.035 Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren sturzbetrunken im Krankenhaus behandelt werden, so waren es 2004 bereits 17.931.
Mehr als die Hälfte der Jugendlichen hatte bei Einweisung ins Krankenhaus mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Im "Halt"-Projekt werden Jugendlichen nach einer Alkoholvergiftung noch im Krankenhaus Gespräche und Kurztherapien angeboten. Außerdem werden gezielt zum Beispiel Festbetreiber angesprochen, keinen Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren abzugeben.
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(AP)
Bundespräsident Gauck in Israel
Auszug aus "Die Zeit der wilden Herde"
-Der Streit um geeignete Gegenmaßnahmen hängt wiederum in Finanzierungsfragen.
Doch der Fisch stinkt vom Kopf her, die Maßnahmen müssen bei Uns Erwachsenen im Bewusstsein und Umgang mit dem Thema Alkohol wachsen.
Nicht die Verführten gehören wie so oft an den Pranger, die Verführer müssen Klarheit darüber bekommen was Sie anrichten.
Ich war am Wochenende auf einem Nachwuchsmusikfestival, dort konnte ich live erleben was Alkohol Jugendliche und Erwachsene so treiben.
Jugendliche schenkten an Jugendliche Bier aus, Erwachsene vorwiegend Verwandte und Bekannte Fans der beteiligten Bands tranken zum Frühschoppen bei 28 grad C ihr Bierchen. Die vorwiegend wilde junge Herde folgte Ihrem Trieb.
Ich kenne den Zustand von Unsicherheit- Herden- und Muttrinken nur zu gut aus meiner eigenen Jugend. Die Musik ist hart, das Wetter schön, die Hormone kochen und Alkohol in Form von Bier scheint legal, machen schließlich Alle.
Um HaLT (Modellprojekt Alkohol-Jugendliche)zu gebieten, darf das Vorbildverhalten und die Eigenverantwortung der erwachsenen Alkohol-User nicht einfach aus den Augen verloren werden. Ich kann meinen Kindern nur ehrlich mein Verhalten, meine Art zu leben übersetzen, frei nach dem Satz Dein Gesicht hast Du geschenkt bekommen, damit lachen oder es verlieren musst Du selber
Manfred Habl (ganzer Artikel unter http://habl-manfred.blogspot.com/2007/05/die-zeit-der-wilden-herde.html)
sinkt die Anzahl der Abiturienten. Weil so viele Blau machen. (Das ist überhaupt nicht komisch! Oder?) Ich möchte dem Thema nicht den nötigen Ernst nehmen, dagegen sprechen die Zahlen. Aber ist das nicht nur wieder eine weiter vorübergehende Zeiterscheinung? Ich meine was für eine Doppelmoral, wenn man alle anderen Drogen verteufelt und nur noch eine offiziell ins Rampenlicht der Öffentlichkeit rückt, verniedlicht und schön verpackt, sogar mit nicht enden wollenden Produktvarianten. Was den nun? Da müssen sich die Politik und die Wirtschaft schon mal einig werden. Das ist ja wie mit den Essstörungen. Auf der einen Seite nur Spargel als Frauen auf allen Bildflächen und sich dann wundern, dass die anderen auch so aussehen wollen. Ich wollte auch wie Steve Mac Queen aussehen und so wie es aussieht wird dann doch der Alte Marlon Brando draus.