Gestohlene Computer Diebe bringen Beute zurück - und entschuldigen sich

"Wir hatten keine Ahnung, was wir da stahlen": Einbrecher in Kalifornien haben Diebesgut im Wert von 5000 Dollar zurückgebracht und mit einem Entschuldigungsschreiben versehen. Der Sinneswandel ereilte sie, als sie herausfanden, wen sie da beklauten.

Einbrecher in Kalifornien richteten einen Schaden von 5000 Euro an, als sie fünf Computer und einen Laptop aus dem Büro einer Nichtregierungsorganisation in der Stadt San Bernardino stahlen. Doch nur wenige Stunden später tauchte die verloren geglaubte Beute wieder auf - samt eines handgeschriebenen Entschuldigungsschreibens.

Einer der Diebe hatten den Zettel in den Laptop eingeklemmt. "Wir katten keine Ahnung, was wir da stahlen", stand auf der Notiz. "Hier habt ihr eure Sachen zurück. Wir hoffen, dass ihr weiterhin etwas im Leben von Menschen bewegen könnt. Gott segne euch." Wahrscheinlich ereilte die Einbrecher der Sinneswandel, als sie bemerkten, wem das Diebesgut gehörte: einer Organisation, die sich um Opfer von Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch kümmert.

"Das ist verrückt", zitiert CNN die Geschäftsführerin der Organisation, Candy Stallings. In Bezug auf den Einbruch sagte sie: "Ich dachte, dass wir uns niemals erholen würden. Jeder einzelne Computer ist so wichtig für unsere Arbeit." Umso größer war die Überraschung, als die gestohlenen Gegenstände wieder auftauchten: Heimlich deponierten die Einbrecher, die sich über das Dach Zugang zu dem Gebäude verschafft hatten, das Diebesgut wieder in dem Büro.

"Opfer rufen an und wollen reden"

Die Geschichte versetzte auch den zuständigen Polizisten in Erstaunen: Seit 20 Jahren arbeite er schon in San Bernardino und erlebe etwas Derartiges zum ersten Mal. Vor allem aber bescherte die Aktion der Organisation unverhoffte Aufmerksamkeit. Weil so viele Anfragen von Menschen eingingen, welche die Arbeit mit Spenden unterstützen wollen, hat Stallings ein Spendenkonto eingerichtet.

Und auch die Hilfegesuche häufen sich: "Opfer rufen von überall aus an und wollen reden", so die Geschäftsführerin. "Die Notiz bringt eine Menge Menschen zu uns, die unsere Dienste die ganze Zeit benötigten."

Was mit dem Zettel geschehen soll, weiß Stallings auch schon: Eingerahmt soll er die Wand des Büros zieren. "Wir werden ihn jeden Tag ansehen. Man weiß nie, auf welche Weise man jemanden berührt und sein Leben verändert."