Ein 17-Jähriger wollte an seiner Schule in Köln ein Blutbad anrichten - die Polizei hat den Amoklauf vereitelt. Der Schüler beging Selbstmord, ein mutmaßlicher Komplize wurde festgenommen.
Die Kölner Polizei hat einen Amoklauf in einem Gymnasium der Domstadt verhindert. Ein 17 Jahre alter Schüler, der die Tat am Jahrestag des Amoklaufs von Emsdetten begehen wollte, nahm sich das Leben, teilte die Polizei am Sonntag in Köln mit. Auf die Spur des 17-Jährigen kamen die Ermittler durch den Leiter der Schule, der den Polizisten den Schüler als gewaltverherrlichend beschrieben hatte.
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Sein 18 Jahre alter mutmaßlicher Komplize wurde festgenommen. Er gestand laut Polizei den Plan. Ein Verdacht gegen einen weiteren 18 Jahre alten Schüler bestätigte sich nicht. Ziel der vereitelten Tat war nach Angaben der Polizei das Georg-Büchner-Gymnasium im Kölner Stadtteil Weiden.
Die Tat war für den kommenden Dienstag, den 20. November geplant. Am 20. November des vergangenen Jahres waren beim Amoklauf eines schwer bewaffneten Ex-Schülers der Realschule im nordrhein-westfälischen Emsdetten insgesamt 37 Menschen verletzt worden, sechs von ihnen durch Schüsse des 18-jährigen Täters.
Bilder des Littleton-Massakers
Am Freitagnachmittag führten Schulleitung und Polizei nach Angaben der Ermittler ein Gespräch mit dem 17-Jährigen über sein Verhalten. Im Anschluss daran beging der Schüler nach Erkenntnissen der Ermittler Selbstmord, indem er sich in Köln vor eine Straßenbahn warf.
Auf seiner Internetseite hatte der 17-Jährige den Angaben zufolge unter anderem fünf Bilder des Massakers an der Columbine-Schule in Littleton im US-Bundesstaat Colorado eingestellt. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 17-Jährigen fanden die Ermittler unter anderem zwei Armbrüste sowie Softairwaffen, außerdem stießen die Fahnder auf eine Liste mit Namen von Lehrern und Schülern. Dabei könnte es sich laut Polizei möglicherweise um die Namen der "geplanten Opfer" handeln. Der 18 Jahre alte mutmaßliche Komplize hatte den Angaben zufolge Probleme in der Schule und sei zudem gemobbt worden
Der ältere der beiden Schüler soll angegeben haben, dass die für Dienstag geplante Tat am ersten Jahrestag des Amoklaufs von Emsdetten habe stattfinden sollen. Er wurde vorläufig festgenommen.
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(AFP/dpa/sma/aho)
Kanzlerin Merkel und die Macht
Auch diese "harmlosen Waffen" sind kein Spielzeug. Ihr kanntet den (die) Typen vielleicht schon. Dass er soweit gehen würde, hat wohl keiner geglaubt. Dass es noch Nachahmer geben könnte. An Eurer Schule oder woanders, warum nicht?
Solange aus den Schülern in unmenschlichen Schulsystemen immer noch mehr rein- bzw. rausgepresst werden soll und ein gutes PISA-Abschneiden des Landes wichtiger ist, als eine gute Menschen- bzw. Herzensbildung, braucht man sich nicht zu wundern, wenn solche Fälle, in denen sich der ganze Hass auf die Schule entlädt, immer mehr werden.
Wo sind eigentlich die Eltern in diesem Fall oder in vergleichbaren?
Welche Rolle spielen die Medien und damit meine ich auch die vielen Jugend-Sendungen und DSDS-ähnliche Shows, in denen es immer nur geht "den besten", "die beste" zu ermitteln und alle anderen, die nicht ganz so gut sind, öffentlich lächerlich zu machen, in den Dreck zu treten und das ganze dann auch noch quotenmäßig zu vermarkten. Das überträgt sich dann auch auf die Schulklassen, wo auch Schüler von ihren Lehrern vorgeführt werden, wenn sie mal wieder was nicht so verstanden haben, wie der Lehrer meint, das man es doch hätte verstehen müssen. Wer sich dann immer mehr in der Rolle des Versagers findet und statt ehrliche Helfer nur noch "Treter" findet, die Mittreten, wird sich selbst immer mehr als Opfer begreifen.
Softairwaffen, Bilder auf einer Website - Schulministerin Sommerauf dem Weg zum mutmaßlichen Tatort? Entschuldigung, aber hier stinkt was! Passt aber hervorragend zur neuen Verordnung über die Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Staatsanwaltschaft in NRW. Klappt doch prima. Und bis jetzt nur ein Toter. Warum sich ein 17 jähriger vor eine Bahn wirft? Uninteressant. Ist ja jetzt Attentäter und kein Schüler mehr. Bestimmt wurden auch gewaltverherrlichende Spiele gefunden. Und Internet hatten die auch. Also Schäuble, tu was ...
... jo ich weiss, Mobbing durch Lehrpersonal und Schüler gehört durchaus auch noch zu den Dingen die an Schulen ablaufen.
"Am Freitagnachmittag führten Schulleitung und Polizei nach Angaben der Ermittler ein Gespräch mit dem 17-Jährigen über sein Verhalten."
... welche den Jugendlichen dazu getrieben haben eine solche Tat vorzubereiten.
Könnte es etwa in der fehlenden Perspektive seines Lebens liegen, Arbeitslosigkeit und Hartz 4 incl. lebenslanger Gängelung in Aussicht?
dass der Schulmeister den 18 Jährigen gemobbt, denunziert und zu guter letzt in den Tod getrieben hat, Der ist nämlich wirklich tot - der Rest der Geschichte stinkt zehn Meter gegen den Wind,
Wo sind irgendwelche Beweise für diesen angeblichen geplanten Amoklauf? Der ganze Artikel handelt praktisch nur von Littleton und Emsdetten - nur um diese hässliche aber unspektakuläre Sache zum "Massaker" aufzusexen, oder in der Absicht, das Opfer(!) zum von vorneherein Schuldigen abzustempeln?
Wie soll man mit zwei Armbrüsten "amoklaufen"? Dazu bräuchte man vier Arme. Die Luftpistolen sind noch lächerlicher.
Dann der Vorwurf das Opfer (er ist tot, sonst niemand - schon vergessen?) sei "gewaltverherrlichend gewesen", Ich kannte den Menschen nicht, aber was soll das eigentlich für eine bescheuerte Aussage sein? Is einer tot - unmittelbar, nachdem er sich mit Pädagogen und Polizei unterhalten halt - sch...egal, weil er soll ja "gewaltverherrlichend" gewsen sein, Da kann man nichts machen und der ist selber schuld. Der ist sogar noch schuldiger, weil es an zwei ganz anderen Orten zwei Bluttaten geben hat, die so abgelaufen sind, wie die, von der wir behaupten, dass er sie begangen hätte, wenn er sich nicht zufällig.nach einem Gespräch mit uns umgebracht hätte. Aber das macht ja nichts, weil die "anderen Amokläufe" (in Köln gab es keinen Amoklauf, schon vergessen?) ja so viele Tote und Verletze gefordert haben.Die waren schwer bewaffnet und weil das auch an einem 20. November war, wäre der "Amokläufer" das auch gewesen.
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