Eine GSG 9-Befreiungsaktion des von Seeräubern entführten deutschen Frachters ist offenbar geplatzt. Nun sollen Eliteeinheiten vor Somalia stationiert werden.

Deutsche Eliteeinheiten sollen angesichts der Piratengefahr näher am Golf von Aden stationiert werden. Dies ist nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel die Konsequenz aus einer geplatzten Befreiungsaktion vor knapp einer Woche, als Seeräuber das deutsche Containerschiff "Hansa Stavanger" in ihre Gewalt brachten. Eine Einheit der GSG 9 sei schon nach Kenia unterwegs gewesen. Die Piraten hätten sich und ihre Beute aber zu schnell in Sicherheit bringen können.

Hansa Stavanger, ddp

Das von Piraten entführte Hamburger Containerschiff "Hansa Stavanger". (© Foto: ddp)

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Das Auswärtige Amt äußerte sich zu dem Bericht nicht. Eine Sprecherin hob hervor, der Krisenstab bemühe sich weiterhin mit Nachdruck um eine Lösung. Laut Spiegel erwägt die Bundesregierung, Eliteeinheiten von Bundespolizei und Bundeswehr in Dschibuti und Mombasa zu stationieren, um künftig schneller eingreifen zu können.

Die "Hansa Stavanger" war am vergangenen Samstag von fünf Piraten gekaperte und zu ihrem Stützpunkt in der Bucht von Harardere in Somalia gebracht worden. Die Fregatte "Rheinland-Pfalz" sei zwar auf Sichtweite an das gekaperte Schiff herangekommen, musste aber abdrehen, nachdem die Piraten die Ermordung ihrer Geiseln angedroht hatten.

Der Frachter der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg liege nun neben anderen gekaperten Schiffen vor Anker und werde aus sicherer Entfernung von der deutschen Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" überwacht, berichtet das Magazin weiter. Bei den Deutschen an Bord soll es sich um den Kapitän und die vier leitenden Offiziere handeln. Am Dienstag meldeten sich die Piraten angeblich telefonisch bei der Reederei und verlangten ein Lösegeld in Millionenhöhe.

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(AP/af)