Gedenken an Terroropfer von ParisZeichen von Trauer und Trotz

Nach den Anschlägen von Paris drückten Tausende ihre Anteilnahme in Zeichnungen aus und legten sie an öffentlichen Plätzen ab. Das Stadtarchiv hat nun eine Auswahl veröffentlicht. Die bewegenden Zeitzeugnisse in Bildern.

Von Christian Wernicke, Paris

Es sind Zeichen von Trauer und Trotz, Zeugnisse des Mitleids und des Schmerzes. Abertausende Pariser, Franzosen, Europäer und Touristen aus aller Welt haben nach den Terrorattentaten des 13. Novembers 2015 auf den Pariser Trottoirs ihre papierenen Gesten der Anteilnahme zwischen Blumengebinde und Kerzen gesteckt. Zeichnungen von Kindern, Gedichte von Erwachsenen, meist anonym hinterlassen vor dem Konzertsaal Bataclan oder vor einem der Restaurants, auf deren Terrassen an jenem schwarzen Freitag von Paris 130 Menschen starben.

Paris, die Stadt des Lichts und der Liebe, stand unter Schock. Vier Tage nach dem Blutrausch islamistischer Fanatiker beschlossen damals enge Mitarbeiter der Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die unzähligen Spuren globaler Solidarität zu bewahren. Angestellte des Stadtarchivs begannen ab Mitte Dezember, kleine Zettel wie dicke Kartons einzusammeln, säuberlich zu registrieren, zu desinfizieren - und zu digitalisieren. Weshalb das Rathaus nun, 15 Monate später, mehr als 7 300 dieser oft simplen, aber bewegenden Werke ins Internet stellen kann.

Bild: Getty Images 4. März 2017, 07:212017-03-04 07:21:10 © SZ.de/ees/liv