Am Wochenende ist es in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts zu zwei Angriffen auf Ausländer gekommen. Eine Attacke trug sich in einem Bus zu, die andere im Kneipenviertel - vor den Augen Dutzender Passanten, die nicht halfen.
Der 1. Advent in Magdeburg wurde von zwei gewalttätigen Übergriffen: Wie die Polizei mitteilte, wurde in der Nacht zum Sonntag in der Innenstadt eine Gruppe Afrikaner angegriffen. Zwei Männer aus dem westafrikanischen Niger und ein Polizist, der einen Angreifer festhalten wollte, seien verletzt worden.
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Zuvor war am Samstagabend eine schwangere Irakerin mit ihrem Kind in einem Bus geschlagen worden. Die Polizei nahm die 28 und 30 Jahren alten Angreifer fest. Am Sonntag wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die vier Afrikaner aus dem Niger, eine 23 Jahre alte Frau und drei Männer im Alter von 25, 27 und 38 Jahren, waren in der Magdeburger Innenstadt vor zahlreichen Schaulustigen von zunächst drei, vermutlich deutschen Männern angegriffen worden. Die drei Deutschen fingen im Vorbeigehen an, sich gegenseitig zu schubsen, wodurch einer der Deutschen in die Gruppe der Afrikaner fiel.
Als der 38-jährige Afrikaner die Deutschen zur Rede stellte, wurden er und seine Begleiter durch die Deutschen massiv mit fremdenfeindlichen Parolen beschimpft. Dann schlugen die Männer zu.
Im Laufe der Auseinandersetzung gesellten sich nach Polizeiangaben mindestens drei weitere Angreifer hinzu. Ein vorbeifahrender Radfahrer habe die Polizei alarmiert, hieß es. Einer von zwei herbeigeeilten Polizist sei verletzt worden, als er versuchte, einen der Täter festzuhalten. Alle Angreifer konnten entkommen.
Couragierter Punker
Vor dem Eintreffen der ersten Polizeikräfte soll ein vermutlich der Punkerszene zugehöriger Mann versucht haben, den Afrikanern zu helfen. Er wurde nach seinem couragierten Eingreifen von den deutschen Angreifern massiv geschlagen und getreten, berichtet die Polizei.
Wie die Pressesprecherin der Polizei, Anja Flagmansky, sueddeutsche.de sagte, wurde der Vorfall, der sich in einem "Kneipenviertel" Magdeburgs abspielte, von einer "Vielzahl" von Passanten beobachtet. Ihr Kollege habe ihre Zahl auf 30 bis 40 Personen geschätzt. Von den Schaulustigen seien jedoch keine Personalien aufgenommen worden.
Die Polizei hat die Täter bislang noch nicht aufgespürt. "Die Ermittlungen sind noch am Laufen", sagte Flagmansky.
Die 20 Jahre alte Irakerin war gegen 22 Uhr mit ihrem zweijährigen Kind im Kinderwagen in Begleitung einer weiteren Frau und dreier Männer aus dem Irak in den Bus gestiegen. Sofort seien sie von einer Gruppe Deutscher beschimpft und beleidigt worden, teilte die Polizei mit. Dann habe ein 30 Jahre alter Mann die Schwangere aufgefordert, Platz zu machen, und ihr unvermittelt ins Gesicht geschlagen.
Kurz darauf habe ein 28-Jähriger sie von hinten gegen ihren Kinderwagen gestoßen. Ihr Kind blieb den Angaben zufolge unverletzt. An einer Haltestelle flohen die Angreifer. Die Irakerin, die im 5. Monat schwanger ist, wurde mit Unterleibsschmerzen in ein Krankenhaus gebracht. Darüber, wie es der Frau geht, ist der Polizei bislang nichts bekannt.
Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen kurze Zeit später fest. Am Sonntag seien sie jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt worden, hieß es.
Der Staatsschutz habe in beiden Fällen Ermittlungen unter anderem wegen Volksverhetzung, Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen.
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(sueddeutsche.de/dpa/gal)
Frauen in Saudi-Arabien
...ich nehme zu Ihren Gunsten jetzt einfach mal an, daß Sie nach 1989 geboren sind und sich über die plakative Entrüstung angesichts der rechtsradikalen Vorfälle hinaus nie mit der Historie der DDR beschäftigt haben (was mich angesichts des von Ihnen gewählten Pseudonyms jetzt doch ein wenig verwundert).
Ich empfehle Ihnen den Besuch der nächstgelegenen größeren Bibliothek. Suchen Sie die Abteilungen Politik und Geschichte auf und entleihen die entsprechenden Bücher. Ihnen werden nicht nur die Augen aufgehen, dies sei bereits jetzt versprochen. Und möglicherweise werden Sie dann auch nachvollziehen können, daß Fremdenfeindlichkeit im Osten Deutschlands mehrere Ausgangspunkte hat - Stichwort Vertragsarbeiter; von der staatlich verordneten Nicht-Aufarbeitung der Geschichte (III. Reich) und den Geschehnissen nach der Wende (Stichwort: Treuhand) ganz zu schweigen.
Selbstverständlich können Sie dann immer noch ihre vermeintlich überlegene Einstellung wie ein Schutzschild der Rechtschaffenheit vor sich hertragen. Nur, zuhören wird Ihnen dann wahrscheinlich niemand mehr.
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Sich über die fehlende Hilfe der Zuschauer zu beklagen ist gerechtfertigt. Es besteht aber die Gefahr, dass man dadurch vom Kern des Problems abgelenkt wird. Der liegt naemlich nicht darin, dass Leute nicht eingreifen, sondern dass es eine Haeufung von rechtsextremistischen Gewalttaten gibt. Anzunehmen, dass diese kein Symptom einer in der Bevölkerung offenbar vorhandenen Grundlage, die von rassistischen Denkmustern bis hin zu militantem Extremismus reichen, sei, waere wohl naiv. Und eben dies mag sich auch der ein oder andere Zuschauer denken, der zwar nicht mit der Tat sympathisiert, aber auch nicht eingreift. Wer weiss denn noch mit Sicherheit, auf welcher Seite die Mehrheit stünde? Wenn ein Polizist beim Versuch einen Taeter festzuhalten schon verletzt wird, was hat den privaten Helfer zu erwarten?
Man sollte sich da einfach nichts vormachen, die Bereitschaft, zum Held und Maertyrer zu werden, ist nicht verbreitet. So wird man das Problem nicht lösen. Erst, wenn klar geworden ist, dass eine grosse Mehrheit der Bevölkerung Fremdenfeindlichkeit grundsaetzlich ablehnt, wenn dies als Konsens gelten kann, dann werden auch Menschen den Mut finden, einzuschreiten. Das Problem heisst nicht fehlende Hilfsbereitschaft, sondern verbreiteter Rechtsextremismus.
Umso bewundernswerter, dass sich offenbar jemand, der als Punk wahrscheinlich eh schon im Blick dieser Schlaegerbanden ist, derartig mutig eingesetzt hat! Nun sollte die Politik ihre Hausaufgaben machen.
sehen Sie kein Mensch interessiert sich mehr. Jetz wird mit der PIN-AG abgerechnet.
Die Herde der Rechten und Gerechten trabt einfach weiter. Un dwas Sie dort zu lesen bekommen, lässt deutlich am Verstand so manchen users zweifeln. Nicht am Gerechtigkeitsempfinden. Aber es wird auch wieder alles in einen Topf geworfen.
Das Best kam vvon Paulus_Oberbayern. Seiner Meinung nach sichert der Mindestlohn ab, dass die Jobs nicht wieder an Ausländer gehen, sondern an Deutsche. Jetzt raten Sie mal, wieviel Leute sich davon distanziert haben, obwolh das Forum bald platzt. Ich war der Einzige und hab noch rot bekommen.
Die Verlogenheit sitzt auf allen Seiten.
ich leiste mir mal den Luxus so zu sein, wie Eure Schlauheit gedenken. Nämlich faul. Ich promoviere nicht aus Faulheit. Und wenn Sie mir Ihre Faxnummer geben reiche ich gern meine Abschlüsse nach. Auch die minderwertigen Abschlüsse, aus der Zeit wo noch falsch gerechnet wurde. Ihre höherwertigen Abschlüsse brauchen Sie mir selbsedend nicht vorzeigen.
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