Frankreich SiebenTote bei Zugunfall mit Schulbus
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Beim Zusammenstoß eines Regionalzuges mit einem Schulbus in den französischen Alpen sind sieben Kinder ums Leben gekommen, 25 Menschen wurden teils schwer verletzt. Unklar ist, wie es zu dem Unglück kommen konnte - offenbar funktionierten die Schranken.
Beim Zusammenstoß eines Regionalzuges mit einem Schulbus auf einem beschrankten Bahnübergang sind am Montag in den französischen Alpen sieben Kinder ums Leben gekommen. 25 Menschen wurden nach Angaben der Präfektur verletzt. Darunter sind vier schwer verletzte Schüler.
"Der Bus ist auf die Gleise gefahren, als die Schranken sich schon schlossen", sagte eine schluchzende Augenzeugin im Rundfunk. "Er wurde zwischen den Schranken eingeschlossen. Der Zug hat ihn in zwei Teile gerissen. Ich habe alles gesehen. Ich war direkt hinter ihm, und der Zug hat ihn zerrissen."
Der Bus war mit zwei Schulklassen und sechs Begleitern unterwegs. "Das ist schrecklich. Wir sind schockiert", sagte Patrick Bermond, Schulleiter aus Margencel. "Die 50 Schüler wollten im Rahmen des Geschichts - und Geografieunterrichts mittelalterliche Anlagen in der Stadt Yvoire besuchen."
"Bis zum Unfall hat alles normal funktioniert"
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Bei Mésinges unweit des Genfer Sees stieß der Bus gegen 14 Uhr mit dem aus Evian kommenden Regionalexpress zusammen. Die Behörden lösten Großalarm aus. Feuerwehr und Notärzte waren schnell zur Stelle. "Wir haben gleich die Schüler der anderen Klassen informiert", sagte Bermond.
Die Behörden richteten eine psychologischen Betreuung für die Überlebenden und die Eltern der Opfer ein. Mehrere Insassen des Regionalzuges wurden leicht verletzt. Die Bahngesellschaft SNCF entsandte Mitarbeiter, um bei der Ermittlung der Unfallursache zu helfen. "Die Fernüberwachung mit Kameras hat ergeben, dass alles bis zum Unfall normal funktioniert hat", erklärte die SNCF.
Die Warnleuchten hätten rechtzeitig geblinkt. Präsident Nicolas Sarkozy erklärte auf einer Konferenz mit Vertretern von Bildungsinstituten: "Jeder von uns denkt an die Kinder, die Erwachsenen, die Opfer, wer immer sie auch seien. Man kann unglücklicherweise nichts anderes tun als hoffen, dass es so wenig Opfer wie möglich gibt." Bahn-Chef Guillaume Pépy und Innenministerin Michèle Alliot-Marie reisten zur Unfallstelle.