Frankreich Sarkozys schwangere Ministerin

Die französische Justizministerin Rachida Dati erwartet ein Kind. Über den Vater schweigt sich die 42-Jährige jedoch aus.

Eigentlich ist es schon seit Wochen kaum zu übersehen, jetzt hat Frankreichs Justizministerin Rachida Dati ihre Schwangerschaft eingestanden.

Rachida Dati; AFP

Galt als "Star" in der Regierung: Rachida Dati musste unpopuläre Reformen umsetzen, die ihre Umfragewerte sinken ließen.

(Foto: Foto: AFP)

Sie erwarte ein Kind, wolle aber wegen ihres Alters von 42 Jahren und des damit verbundenen Risikos noch vorsichtig bleiben, sagte Dati laut der Website der Zeitung Le Monde am Mittwochmorgen "einigen Journalisten".

Sie habe sich immer ein Kind gewünscht. "Wenn sich das bestätigt, werde ich glücklich sein", sagte die Ministerin, die aus einer Einwandererfamilie mit zwölf Kindern stammt.

"Das wird mir das Gefühl geben, den Kreis geschlossen zu haben."

Die unverheiratete Dati weigerte sich jedoch, sich zum Namen des Vaters zu äußern, hieß es in dem Bericht. "Ich habe ein kompliziertes Privatleben und das ist die Grenze, die ich gegenüber der Presse zieh. Ich werde darüber nichts sagen."

Dati galt lange als einer der Stars der Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy, der mit seiner früheren Mitarbeiterin im Innen- und Wirtschaftsressort erstmals eine Vertreterin aus einer Einwandererfamilie in ein wichtiges Ministerium beförderte. Seitdem ist die Ministerin, die eine Serie unpopulärer Reformen umsetzte und sich ausgiebig in der Klatschpresse zeigte, in den Umfragen stark abgestürzt.