Eine bizarre Mordserie steht vor der Aufklärung: Französische Ermittler nahmen einen 68-Jährigen im Grenzgebiet zu Deutschland fest. Der Transvestit soll 18 Menschen brutal ermordet haben.
Die Polizei in Ostfrankreich hat einen mutmaßlichen Serienmörder festgenommen, der mindestens 17 Homosexuelle und eine Prostituierte brutal umgebracht haben soll.
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Wie ein Justizsprecher in Montbéliard mitteilte, wurden die fraglichen Morde zwischen 1980 und 2002 im Osten Frankreichs und Paris verübt. Der Mann wurde in seiner Wohnung im elsässischen Mulhouse (Mülhausen) festgenommen und in der ostfranzösischen Stadt Montbéliard inhaftiert.
Dort sollte er am Donnerstag einer Untersuchungsrichterin vorgeführt werden. Sie sollte auch einen mutmaßlichen Komplizen vernehmen, der bereits wegen Mordes im Gefängnis sitzt.
Nach Informationen der elsässischen Zeitung L'Alsace trat der 68-Jährige früher als Transvestit in Kabaretts im Elsass und in Deutschland auf. Der Mann verkehrte demnach im Homosexuellen-Milieu, wo er offenbar seine Opfer kennenlernte. Sein mutmaßlicher Komplize ist ein 43-jähriger Tunesier, mit dem der Verdächtige zeitweise zusammenlebte. 15 der Morde wurden in Ostfrankreich begangen, drei im Großraum Paris.
Meist junge Männer als Opfer
Die Festnahme ist nach Recherchen der Zeitung vor allem der Hartnäckigkeit eines einzelnen Fahnders der Kriminalpolizei in Montbéliard zu verdanken: Ihm fiel auf, dass ein Mord, der dort im Mai 1991 verübt wurde, verblüffende Ähnlichkeit mit Fällen im Elsass aufwies.
Die Opfer waren meist junge Männer aus dem Homosexuellen-Milieu, es gab keine schlüssigen Motive. Der Täter hatte sie zuerst auf den Kopf geschlagen und sie dann brutal mit zahlreichen Messerstichen in den Hals getötet. Außerdem waren sie teilweise nackt.
Mit Hilfe eines neuen Softwareprogramms, das das Pariser Innenministerium 2003 einführte, gelang es dem Polizisten und einem Untersuchungsrichter in Montbéliard, einen Zusammenhang zwischen einer Reihe von ungeklärten Morden herzustellen.
Sie gingen auch Fällen nach, die bereits seit Jahren zu den Akten gelegt worden waren. In mehreren dieser Fälle tauchte der Name des mutmaßlichen Serienmörders auf. Er wurde bereits vor längerer Zeit unter Beobachtung gestellt.
Bei der Festnahme stellten die Fahnder zahlreiche Kartons mit Unterlagen und anderen Gegenständen sicher, von denen sie sich Hinweise auf die 18 Morde erhoffen. Sie schließen nicht aus, dass der mutmaßliche Täter noch mehr Opfer auf dem Gewissen hat.
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(dpa/cag/odg)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
... with such comments.
Ich denke sehr wohl, dass man sogar bei Mord differenzieren kann.
"Brutal umgebracht" ist hier ganz klar eine notwendige Steigerung. Brutal steht bei mir für gewissenlos, kaltblütig und möglicherweise auch geplant.
Es soll ja auch Täter geben, die aus Affekt oder Not jemanden umbringen. Eine solche Handlung hat dann meist nichts mit persönlicher Brutalität zu tun.
Und jetzt sind wir nämlich beim Punkt... das Wort brutal bezieht sich nicht auf die Tat bzw. die Handlung (umbringen), sondern auf die Art und Weise.. genauer gesagt auf die Person, die es getan hat.
Es gibt sehr wohl und klar definiert den sog. "sanften Mord" bzw. "sanften Mörder".
Und auch "Opfer" ist genau die richtige Wortwahl, denn der Täter opfert diese Menschen seinen brutalen Handlungen bzw. seinen Zwängen dies zu tun.
... umgebracht ist doch schon schlimm genug. Da kann man 'brutal' auch gleich weglassen. (;-))
Opfer ist übrigens auch falsch. Wem hat er das denn geopfert ?
(;-)) (;-)) (;-))
umgebracht. Sanft umgebracht hab ich noch nie gehört Aber manchmal muss die Steigerungswut des Redakteurs brutalstmöglich ausgelebt werden.