Es ist die dritte Schändung des Soldatenfriedhofs innerhalb von eineinhalb Jahren. Präsident Sarkozy zeigt sich empört.
Vermutlich Rechtsextremisten haben mindestens 500 muslimische Gräber auf einem Soldatenfriedhof in Nordfrankreich geschändet. Die Gräber in Notre-Dame-de-Lorette bei Arras wurden über Nacht mit NS-Symbolen beschmiert, teilte die Präfektur mit. Die Täter handelten offenbar aus Anlass des islamischen Opferfestes. Es ist bereits die dritte derartige Schändung des Soldatenfriedhofs binnen eineinhalb Jahren.
Die Gräber in Notre-Dame-de-Lorette bei Arras wurden über Nacht mit NS-Symbolen beschmiert. (© Foto: AP)
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Staatspräsident Nicolas Sarkozy brandmarkte einen "Abscheu erregenden Rassismus gegen die muslimische Gemeinde". Etwa fünf Millionen Muslime leben in Frankreich, so viele wie in keinem anderen EU-Mitgliedsstaat. Er teile den Schmerz der Muslime, sagte Sarkozy. Der Vandalismus sei zugleich eine Beleidigung des Gedenkens an alle Soldaten des Ersten Weltkrieges.
Auf dem Friedhof sind mehr als 30.000 Soldaten begraben. Der muslimische Teil hat 576 Gräber, die nach Mekka ausgerichtet sind. Im April waren 148 von ihnen mit Nazi-Graffiti beschmiert, im April 2007 52 Stelen und eine Gruft geschändet worden.
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(AP/jüsc)
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@ Moderator
Ich frage mich, warum es inzwischen über eine halbe Stunde dauert, meinen Kommentar von 10 Zeilen zu veröffentlichen.
Die Schande liegt ganz auf der Seite derer, die dieses getan haben.
Es ist ein Zeichen von Mangel an Zivilisation die Gräber von Menschen - welcher Religion sie auch immer angehören mögen - aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zu zerstören und deren Andenken auf diese Weise herabzuwürdigen.
Es ist dabei völlig gleichgültig, ob es sich um Gräber von Muslimen, wie in diesem Fall in Frankreich, oder Gräber von J.u.d.e.n, wie oft in Deutschland, handelt. Die Denkweise, die dahinter steht, ist immer die Gleiche: Abwertung und Ausgrenzung noch über den Tod eines Menschen hinaus.
Feige vergreift man sich am Andenken wehrloser Toter um zu verletzen und sich dann ungeschoren davon zu machen. Ein Zeichen primitivster Instinkte, wie sie die Nationalsozialisten für sich genutzt haben bei denen, die dafür empfänglich waren. Es gibt wohl noch zu viele, die sich mit hinterhältigen Verletzungen hochpuschen können.
...indem die Opfer (eine Gruppe von Toten des 1. Weltkrieges) mit Leuten verglichen werden, mit denen sie vor 80 Jahren schon rein zeitmäßig nichts zu tun haben konnten, und die Gräber schändenden Neonazis mit 'Radikalen' eines anderen Glaubensbekenntnisses zu vergleichen ist nicht schön.
Ob nun christliche/jüdische/muslimische Gräber von wem auch immer geschändet werden, ist das auf jeden Fall eine Beleidigung derer die da liegen, ihrer Nachfahren und Glaubensgenossen. Das ist durch nichts schönzureden.
Hakenkreuz ist gut zu sehen.
Übrigens ist Grabschändung für mich schon dann gegeben wenn man diese verunstaltet, das tut man nicht. Dazu muss nicht unbedingt auf jedem Grabstein ein Nazisymbol sein.
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