"Wir haben einen tollen Job": Ein französischer Polizist hat sich eine Platin-Vielfliegerkarte bei der Rückführung abgeschobener Ausländer erflogen - und das mit Erlaubnis des Innenministeriums.
Wenn französische Polizisten abgeschobene Ausländer in ihre Heimat zurückbegleiten, kann sich das durchaus lohnen. Ein Abschiebepolizist hat sich dabei inzwischen eine Platin-Vielfliegerkarte der Fluggesellschaft Air France erflogen.
Französische Polizisten dürfen offiziell Bonusmeilen sammeln, wenn sie abgeschobene Ausländer in ihre Heimat begleiten. (© Foto: Reuters)
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"Wir haben einen tollen Job, weil wir viel rumkommen und was von der Welt sehen", sagte der namentlich nicht genannte Beamte dem Online-Magazin Mediapart. Sonderlich sinnvoll sei seine Arbeit aber nicht, räumt er ein: "Das System bringt nichts, es ist teuer, sie zurückzubringen, und die meisten von ihnen kommen ohnehin wieder."
Das Enthüllungsblatt Le Canard Enchaîné hatte kürzlich berichtet, dass die Polizisten, die abgeschobene Ausländer in ihre Heimat begleiten, offiziell Bonusmeilen der Fluggesellschaften sammeln dürfen. Diese würden nicht als geldwerter Vorteil angerechnet, habe das Innenministerium entschieden.
Frankreich hat im vergangenen Jahr knapp 30.000 Ausländer ohne Bleiberecht abgeschoben, unter ihnen viele Afrikaner, die häufig in Polizeibegleitung in ihre Heimat zurückgebracht wurden. Dabei wurde nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen auch Gewalt eingesetzt. Die französische Regierung will Abschiebungen künftig verstärkt gemeinsam mit anderen EU-Staaten organisieren.
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(dpa/bsj/afis)
Studie zur Beliebtheit der Deutschen
Sie sitzen dem Irrglauben auf, dass Sie als Wähler in der sog. "repräsentativen Demokratie" Einfluss auf Wesentliche politische Entscheidungen haben. Dem ist aber nicht so!
Ich verfüge nicht über die Zeit, hier in Kürze Ihr Weltbild anzutasten, hoffe aber, dass zumindest ein Rückblick auf ehemalige Wahlversprechen und die tatsächlich umgesetzte Politik ein wenig Nachdenklichkeit bei Ihnen auslöst. Auch wenn die "sichtbare" Politik, über die Sie in den Medien lesen können, nur das Politschauspiel ist, das Sie sehen sollen.
Die Bürger leben mit offensichtlichem Betrug, mit Lügen ihrer Vertreter, als sei das eine Selbstverständlichkeit. Dabei ist es heute technisch überhaupt kein Problem mehr, Bürger tatsächlich - direktdemokratisch - an Entscheidungen zu beteiligen. Dies wird natürlich mit allen Mitteln unterbunden. Nicht ohne Grund.
Aufwachen!
Der Artikel zielt meiner Meinung nach nicht auf Neid. Die Beamten kommen ja selbst zu Wort und sagen, dass sie das System nicht für sinnvoll halten. Die Bonusmeilen wurden vom Gericht zuerkannt. Gerichte sind es auch die über Abschiebungen entscheiden.
Die Gesetze machen die Parlamente. Parlamente entscheiden darüber, wie sich Gesellschaften entwickeln. Parlamente entscheiden auch darüber wie Handel mit schwächeren Handelspartnern betrieben wird, ob sie eine Chance zur Entwicklung haben oder ob sie in einem permanenten Zustand der Ausbeutung durch ausländische Interessen gehalten werden.
Natürlich werden die Parlamente durch die Fluggesellschaften, die Zeitungen und die Banken beeinflusst. Gewählt wird aber auch in Frankreich von den Bürgern. Und wenn die Bürger die Ausbeutung gut heißen, mit dem universalistischen Kapitalisten-Mantra "wenn wir nicht ausbeuten, tun es andere" auf den Lippen, dann tun die Gerichte das, zu was sie beauftragt wurden.
Wenn eine Zeitung darüber schreibt, bekommt der Bürger erstmal Kenntnis. Danach kann ein Diskurs entstehen. Z. B. wie Europa mit Afrika als Rohstofflieferant und Menschenproduzent umgehen soll. Einmal kolonialisiert, immer kolonialisiert, oder mit Chance als gleichberechtigter Handelspartner.
Lassen Sie sich von der Süddeutschen nicht in die Irre führen. Es gibt keinen Grund auf einen kleinen Beamten neidisch zu sein. Dies ist das übliche Neid- und Spaltungsprogramm das läuft, um Solidarität mit Menschen zu unterbinden, denen es auch nicht besser geht als Ihnen!
Fragen Sie sich lieber: Wem gehören die Fluggesellschaften, die Zeitungen und die Banken?
Dann wissen Sie, wer wirklich an Ihnen und den Imigranten verdient...
Oh die Migrationsfrage wollte ich ansich gar nicht aufwerfen, ist in dem Artikel ja auch nicht Thema... Hatte halt erwartet, dass unsere Zwangsbetroffenen mit der Ausbeutungs- und Missbrauchskeule kommen und wollte dann so argumentieren, dass ein Polizeibeamter auch nur ein Mensch ist für den so eine Ausweisung (die - losgelöst davon ob berechtigt oder nicht für den Augewiesenen ja ein Schicksalsschlag ist) sicherlich auch kein Vergnügen ist und diese Zusatzbelastung ja durchaus mit den Bonusmeilen abgegolten werden kann.
Zwar äussert sich der Polizeibeamte in dem Artikel durchaus über die positiven Begleiterscheinungen seines Jobs aber man muss halt immer die menschliche Komponente beachten und da denke ich leidet jeder unter den wöchentlichen Tragödien die er mitbekommt, egal ob er dabei tolle Länder sieht...
Na, haben die abgeschobenen Menschen, bevor sie wieder in die Lebensrealität von Lagos, Dakar oder Abidjan entlassen werden, wenigstens nochmal ein zufrieden grinsendes europäisches Tourigesicht gesehen...
(Sarkasmus aus)
Paging