Frankreich Autofahrer in Toulouse rast in Menschenmenge

Drei Menschen wurden bei der Attacke verletzt, einer von ihnen schwer. Der Mann steuerte die Passanten laut Polizei absichtlich an.

Ein Autofahrer ist am Freitagnachmittag in der Nähe von Toulouse mit seinem Wagen in eine Gruppe von Passanten gesteuert. Drei Studenten seien dabei verletzt worden, einer von ihnen schwer, teilte die Polizei in Blagnac bei Toulouse mit. Der Mann habe "vorsätzlich" gehandelt, hieß es, er wurde bereits festgenommen. Er sei den Behörden nicht als radikalisiert bekannt gewesen, jedoch gebe es Fragen zum psychischen Zustand des Mannes.

Die Menschen standen am Eingang der Handelsschule Lycèe Saint-Exupéry, meldet der Radiosender Europe 1. Die Opfer sollen drei chinesische Schüler sein. Bei der Schwerverletzten soll es sich um eine 23-jährige Frau handeln, meldete die Nachrichtenagentur AFP.

Laut Staatsanwalt Pierre-Yves Couilleau gab der Festgenommene an, dass seit etwa einem Monat der Wille in ihm herangereift sei, in Menschen zu rasen. Aus Polizeikreisen hieß es, dass der Mann sich als schizophren bezeichnet habe. Der Toulouser Staatsanwalt Couilleau sagte dem Sender BFMTV, der Fahrer sei von den Behörden nicht in der Datenbank möglicher Gefährder für die Staatssicherheit geführt worden. Darin werden Menschen aufgelistet, denen terroristische Absichten zugetraut werden.

Der Festgenommene sei der Justiz aber bekannt, weil er etwa zehnmal verurteilt worden sei. Aktuell sei er im Rahmen einer Bewährungsstrafe verpflichtet, sich behandeln zu lassen - dieser Auflage sei er laut den Ermittlern nachgekommen.