Frankreich: Amoklauf verhindert Schwer bewaffnet zur Schule
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Eltern durchkreuzen Amok-Plan: Als ein 13-Jähriger mit einem Gewehr und 25 Schuss Munition an seiner Schule eintrifft, hat die Polizei bereits alles gesichert.
Mit einem Anruf bei der Polizei haben besorgte Eltern in Frankreich offenbar einen Amoklauf ihres Sohnes verhindert. Der 13-Jährige ging morgens mit dem Jagdgewehr seiner Eltern und 25 Schuss Munition aus dem Haus, um seine Lehrer zu töten, wie die Staatsanwaltschaft in Beauvais nördlich von Paris mitteilte.
Den Eltern sei aufgefallen, dass ihr Sohn sich merkwürdig verhalten habe, teilten die Ermittler mit. Als er am Dienstagmorgen deutlich früher als sonst zur Schule gegangen sei, hätten sie das Haus durchsucht und gemerkt, dass das Gewehr fehlte. Die Mutter alarmierte daraufhin die Polizei - diese traf noch vor dem Jungen an der Schule ein.
Angst vor dem Elternabend
Konfrontiert mit dem massiven Polizeiaufgebot vor seiner Schule ließ der Teenager wohl von seinem tödlichen Plan ab. Er legte das Gewehr in einem Feld ab und setzte sich in ein Internetcafé - wo seine Eltern ihn am späten Vormittag fanden.
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In seinem Internettagebuch habe der Schüler am Vorabend geschrieben: "Das ist der letzte Tag meines Lebens." Der Junge soll seit einiger Zeit Probleme mit seinen Lehrern gehabt haben - zudem stand ein Elternabend kurz bevor, wie es aus Ermittlerkreisen hieß.
An der Schule, die von rund zweitausend Kindern aller Altersstufen besucht wird, habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, erklärten die Behörden. Der Junge sei nicht bis auf das Gelände gekommen.
Anders als in den Vereinigten Staaten, Deutschland und Finnland gab es in Frankreich bislang keinen tödlichen Amoklauf an einer Schule. Im April vergangenen Jahres hatte allerdings ein 15-Jähriger bei Lyon den Plan gefasst, bis zu acht Mitschüler zu töten, die ihn gehänselt hatten. Er verletzte drei Mädchen mit einem Küchenmesser, eines davon schwer.