Nach einer Demonstration gegen die hessischen Studiengebühren hat die Polizei in Frankfurt 150 Menschen festgenommen. Die Protestierer sollen Beamte angegriffen haben.
Nach einer Demonstration gegen die hessischen Studiengebühren ist es in Frankfurt am Samstagabend zu Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen. Sie nahm nach eigenen Angaben etwa 150 Menschen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs vorläufig fest.
Polizisten gehen in Frankfurt mit Schlagstöcken gegen Teilnehmer einer Studentendemonstration vor. (© Foto: AP)
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Die Protestierer hätten Beamte angegriffen, einen Polizeiwagen beschädigt und Müllcontainer angezündet. Die Beamten setzten Schlagstöcke ein und umstellte die Gruppe in der Innenstadt. Die Festgenommenen wurden zum Polizeipräsidium gebracht, um ihre Personalien festzustellen. Eventuell werde gegen einige Anzeige erstattet, sagte ein Polizeisprecher.
Die Auseinandersetzung hatte sich entwickelt, nachdem die Polizei einen zunächst friedlichen Protestzug für aufgelöst erklärt hatten, weil dieser vom vorab genehmigten Weg abgewichen war. Am Nachmittag hatten etwa 450 Menschen auf zwei Plätzen in der Stadt gegen die seit diesem Wintersemester erhobenen Studiengebühren demonstriert. Von dort aus waren sie zu der gemeinsamen Demonstration aufgebrochen.
Die Veranstaltungen in Frankfurt standen unter dem Motto "Für das Recht auf Bildung. Für das Recht auf Meinungsfreiheit". Aufgerufen dazu hatten Studentenorganisationen und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
In Hessen müssen Studenten mindestens 500 Euro Gebühren pro Semester zahlen. Am 13. Februar verhandelt der hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden über die Zulässigkeit der Gebühren. SPD, Grüne und ein landesweites Bündnis haben gegen das Gesetz geklagt.
Trotz der Gebühren nahm die Zahl der Studienanfänger an Hessens Hochschulen leicht zu: Zum Wintersemester 2007/2008 schrieben sich nach den Zahlen des Statistischen Landesamtes 23 900 Frauen und Männer neu ein - 250 mehr als im Wintersemester davor.
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(dpa/jkr)
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