Erneut ein Prozess gegen Franjo Pooth: Nach der Sparkasse zieht nun auch die Commerzbank vor Gericht - und will eine Millionensumme vom Unternehmer.

Nach der Düsseldorfer Sparkasse hat auch die Commerzbank Klage gegen den Mann von TV-Star Verona Pooth, 40, eingereicht. Das Geldinstitut habe Pooth auf Zahlung von knapp 1,8 Millionen Euro verklagt, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts am Freitag auf Anfrage.

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Die Klagen hören nicht auf: Verona und Franjo Pooth. (© Foto: dpa)

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Pooth habe für einen Kredit an sein Unternehmen Maxfield gebürgt. Nach der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens nimmt die Bank nun Pooth selbst in die Pflicht.

Die Sparkasse Düsseldorf hatte den Unternehmer zuvor auf Rückzahlung von einer Million Euro verklagt. Am kommenden Dienstag will der Insolvenzverwalter in Düsseldorf den Gläubigern von Maxfield Auskunft darüber geben, wie es um ihre Forderungen steht.

Gegen Franjo Pooth ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Bestechung und Insolvenzverschleppung. Er soll Sparkassen-Vorstände mit wertvollen Geschenken korrumpiert haben. Pooth hatte zugegeben, dass er teure Fernseher an die Betroffenen liefern ließ.

Mehrere Düsseldorfer Sparkassenmitarbeiter waren auch zur Hochzeit der Pooths nach Wien gereist. Der 38-Jährige erhielt für sein Unternehmen Maxfield von dem Geldinstitut Kredite in Höhe von über neun Millionen Euro.

Der Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme war ebenso wie Vorstandsmitglied Karl-Heinz Stiegemann wegen der Affäre fristlos entlassen worden. Pooths Firma für MP3-Player hatte Anfang des Jahres Insolvenz angemeldet.

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(dpa/grc)