Selbst Angehörige dürfen nicht mit den wochenlang vermissten Matrosen der Arctic Sea sprechen - das ist nur eine von vielen Ungereimtheiten.
Für die Angehörigen der Seeleute bedeutet die Entdeckung der Arctic Sea noch nicht das Happy End. Bis jetzt habe sie ihren Mann nicht gesprochen, sagte Viktoria Schumika, die Frau des leitenden Mechanikers, russischen Agenturen: "Wir wissen nur, was die Medien berichten." Die Telefone der Angehörigen in Archangelsk seien abgeschnitten, melden russische Medien. Möglicherweise sei die Kontaktsperre das Werk des Geheimdienstes.
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Die Route der "Arctic Sea": Zum Vergrößern bitte anklicken. (© Graphik: SZ Foto)
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Die Jagd auf die Arctic Sea ist beendet, der Frachter nach drei Wochen geortet, aber das Rätselraten dauert an. Auffällig verhalten präsentiert Moskau seinen jüngsten Erfolg in der Piratenjagd, und dies, obwohl die Entführung nach russischer Lesart der erste Überfall auf ein Schiff in einem europäischen Gewässer war, und obwohl Russland ein vitales Interesse an der Sicherheit auf See hat.
Russische Seeleute fahren auf allen Weltmeeren, oft unter fremder Flagge. Moskau beteiligt sich an der internationalen Piratenjagd, vor dem Horn von Afrika hat die russische Marine gemeinsam mit Schiffen der EU und sogar der Nato Frachter begleitet. Dass Russlands Kriegsflotte auf diese Weise Präsenz auf den Ozeanen zeigt, ist nach Ansicht von Beobachtern ein durchaus erwünschter Effekt. Russland könnte jene acht Männer, die die Arctic Sea nach Angaben des Verteidigungsministeriums Ende Juli vor Schweden in ihre Gewalt gebracht haben, sogar vor Gericht stellen. Die russische Gesetzgebung, sagen Experten, erlaube dies.
Vielleicht liegt es ja an der aktuellen Häufung von Anschlägen und Katastrophen in Russland - Tote im Kaukasus, bei der Explosion in einem Wasserkraftwerk, sogar beim Training zu einer Flugschau -, die den Ruf des August als schlimmster Zeit des Jahres bestätigt. Jedenfalls war die Rettung der Arctic Sea eine verdruckste Sache.
Ein paar Minuten im Fernsehen, dürre Statements, dafür ein Haufen Fragen. Etwa über das Ziel der Aktion. Was suchten die Entführer auf der Arctic Sea? Die Tonnen Holz, die der Frachter geladen hatte, wohl kaum. Was dann? Wurde Lösegeld gezahlt, wie es jetzt heißt? Und wie gelang es den Piraten überhaupt, die Arctic Sea so schnell und vollständig von allen Ortungsgeräten verschwinden zu lassen und auch alle Handys auszuschalten?
Mehr noch ist rätselhaft: Warum konnte das Schiff nach der angeblichen Piraten-Attacke vor Schweden überhaupt weiterfahren? Dazu sagte ein Sprecher der finnischen Polizei, dies sei der Fehler der Reederei gewesen, die erst nach dem 24. Juli, dem Tag des Überfalls, Anzeige erstattet habe. Eine Sprecherin der schwedischen Polizei erklärte, erst am 29. Juli habe man begriffen, dass der Frachter wohl überfallen wurde. Die Behörden seien zunächst von einer Razzia ausgegangen, da die Reederei angegeben hatte, die Arctic Sea sei von Männern in Polizeiuniformen geentert worden.
Am 29. Juli, als man in Stockholm mit den Ermittlungen begann, hatte die Arctic Sea gerade den Ärmelkanal durchquert, wäre also vermutlich noch in Reichweite französischer oder britischer Sicherheitskräfte gewesen. Trotzdem ging niemand an Bord. Es habe ausgesehen, als sei "alles in Ordnung gewesen", sagte die schwedische Polizeisprecherin, schließlich habe die Reederei gesagt, die Piraten hätten das Schiff wieder verlassen.
Russische Internetforen diskutieren noch eine andere Variante: Die Seeleute seien abgetaucht, weil es Konflikte wegen ihrer Arbeitsverträge gebe. Die Solchart-Reederei dementierte dies, Experten halten diese Version für abenteuerlich, aber die Gewerkschaft der Seeleute warnte vorsorglich, man werde darauf achten, dass der Eigentümer Verdienstausfälle kompensiere und auch für die Kosten der medizinischen Behandlung aufkomme.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(SZ vom 19.08.2009/cag)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
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Nachdem die Finnen beim Holzauflanden in Helsinki radioaktive Strahlung gemessen hatten, wurde offensichtlich, dass etwas mit dem Schiff nicht ganz stimmte, von dem selbst fast die ganze Mannschaft nichts wusste. Daraufhin ließen die 'Russen' in der Ostsee vier für die Mannschaft als 'Polizisten' getarnte an Bord steigen um die Ortungssysteme außer Betrieb zu nehmen, damit der geplanten Kurs ums Kap der Guten Hoffnung nicht verfolgbar wird. Das ging aber nur solange gut, bis andere Dienste ihre Tätigkeiten (u.a. Satellitten) anlaufen ließen die Artic See orteten und dann auch gezielt Nachrichten (Märchen) an die Presse lanzierten mit der Absicht das Vorhaben auszubremsen - immer unter dem Vorbehalt die wahre Identität der geheimen Ladung nicht öffentlich auffliegen zu lassen. Im Moment wäre es deshalb sehr interessant zu wissen, ob der Kurs der Arctic Sea um Afrika herum weiterverfolgt wird. Wenn nicht - wurde wohl die geheime Ladung auf ein anderes Schiff (über die Russische Marine) umgeladen.
in Absprache mit dem Weltpolizisten CIA und ihren europäischen Vasallen.
Was fuer Holz war da denn an Bord. Etwa "schweres" Holz???
... weil Sensibles an Bord.
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