Nach langen Spekulationen um das Schicksal des mehr als drei Wochen lang verschwundenen Frachters Arctic Sea ist jetzt klar: Das Schiff wurde von Piraten gekapert. Erste Festnahmen gab es bereits.
Der vor drei Wochen unter mysteriösen Umständen verschwundene Frachter Arctic Sea ist Opfer eines Piratenangriffs geworden. Wie der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow mitteilte, wurden nach einer Entführung durch Piraten mehrere Verdächtige bereits festgenommen, darunter Russen, Esten und Letten. Das verschollene Schiff einer finnischen Reederei und seine 15-köpfige russische Besatzung waren zuvor vor der Küste der Kapverden im Atlantik gefunden worden.
Bild vergrößern
Wurde doch von Piraten überfallen: der Frachter "Arctic Sea" (© Foto: AFP)
Anzeige
Der Frachter, der Holz im Wert von einer Million Euro von Finnland nach Algerien bringen sollte, war zuvor mehr als drei Wochen unauffindbar gewesen. Den letzten Funkkontakt mit dem Schiff hatte die britische Küstenwache am 28. Juli, als der Frachter den Ärmelkanal durchquerte. Seither wird spekuliert, es könne um Waffen- und Drogenschmuggel gehen oder eine Beteiligung der Mafia geben. Sogar ein Untergang des Schiffs wurde nicht ausgeschlossen. Zuletzt beschäftigte sich auch die EU-Kommission mit dem rätselhaften Fall.
Rund 20 Länder hatten nach der 98 Meter langen Arctic Sea gesucht. Russlands Nato-Botschafter Dmitri Rogosin sprach von einer "glänzenden" Rettungsaktion. Das russische Kriegsschiff "Ladny" der Schwarzmeerflotte habe die Männer der Arctic Sea an Bord genommen. Laut Botschafter Rogosin war die Situation "ernst". Russland habe aber erneut gezeigt, dass es jedem seiner Bürger Schutz gewähren könne, wo auch immer sich dieser befinde.
Rogosin dankte ausdrücklich der Nato für ihre Hilfe bei der nervenaufreibenden Suche.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(dpa/holz/woja)
Kapitalabzug aus Südeuropa
Die SZ schreibt: "Russlands Nato-Botschafter Dmitri Rogosin sprach von einer "glänzenden" Rettungsaktion. Das russische Kriegsschiff "Ladny" der Schwarzmeerflotte habe die Männer der Arctic Sea an Bord genommen. Laut Botschafter Rogosin war die Situation "ernst". Russland habe aber erneut gezeigt, dass es jedem seiner Bürger Schutz gewähren könne, wo auch immer sich dieser befinde.Rogosin dankte ausdrücklich der Nato für ihre Hilfe bei der nervenaufreibenden Suche."
Was SZ nicht schreibt aber heute Früh durch die Agenturen tickerte:
"Rund um die angebliche Kaperung des Frachtschiffes "Arctic Sea" und deren anschließendes Verschwinden ist die Öffentlichkeit über die Medien gezielt mit falschen Informationen versorgt worden. Der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogozin sagte in einem Interview mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur Prime-Tass am Montagabend, dies sei geschehen, um die Ausrichtung der russische Militäraktion nicht zu verraten. "Diese Operation wird ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie man eine Operation in der Praxis umsetzt und diesbezügliche Information geheim hält", zitierte die Agentur den russischen Diplomaten. [...] Rogozin betonte weiters, Russland habe mit der NATO in Bezug auf den Datenaustausch eng kooperiert, NATO-Streitkräfte hätten aber nicht direkt an der Festsetzung der "Arcic Sea" teilgenommen." [...]Vertreter der finnischen Polizei räumten ebenfalls ein, die Medien bezüglich der Position des Schiffes und dessen Verfolgung zumindest in falschem Glauben gelassen zu haben. [...]Nyström erneuerte gleichzeitig die Angabe der finnischen Polizei, es habe sehr wohl Gefahr für Leben und Gesundheit der Besatzung bestanden. Es werde wegen schwerer Erpressung ermittelt. Ob das Schiff tatsächlich jemals gekapert wurde, wollte der Polizeisprecher aber weiterhin nicht kommentieren." Quelle APA
Ist nicht so wichtig, kann mal schon mal überlesen ;-) oder?
waren es wieder die Tschetschenen. Die haben doch schon auch ein paar Journalisten (z.B. Politkowskaja) umgebracht und wollten auch schon Häuser in Südrussland sprengen. Daher war auch die Verhanftung immer so schnell - Putin weiß doch, wo die Schuldigen sind.