Fotoserie über NonnenGottes Rentnerinnen

Seit es immer weniger Nonnen gibt, müssen viele länger arbeiten. Fotografin Laura Husar Garcia hat ihr Leben danach dokumentiert: Nonnen im Ruhestand.

"Nonnen haben mich schon immer fasziniert", sagt die Fotografin Laura Husar Garcia. "Ich hatte oft Nonnen als Lehrerinnen in der Schule, dieses Projekt ist eine Hommage an sie." Die ersten Bilder von Nonnen im Ruhestand habe sie gemacht, als sie in Santa Fe, New Mexico, Ecuador und Mexiko arbeitete. Das war vor mehr als 15 Jahren.

Als sie in ihre Heimatstadt Chicago zurückkehrte, fotografierte sie für die Chicago Tribune. Dabei lernte sie die polnische Fotografin Iwona Biedermann kennen, die sich auch für Nonnen interessierte. Die Frauen beschlossen, eine Ausstellung zu machen.

Ein Jahr lang besuchten sie die Schwestern in Rente in der Gegend um Chicago. "Die Kloster, in denen wir waren, hatten eigene Bereiche für Nonnen im Ruhestand", sagt Husar Garcia. "Wenn eine Schwester mit ihrem Job aufhört, zieht sie in diesen Bereich."

Ihre Fotos zeigen, dass die Nonnen, auch wenn sie nicht mehr arbeiten, aktiv bleiben - sie beten, kochen und waschen. Manche machen Sportübungen. Eines aber ende für sie nie, sagt die Fotografin: "Nonnen hören niemals auf, Nonnen zu sein."

Im Jahr 2002 war die Ausstellung "Beyond the Veil" im "Polish Museum of America" in Chicago zu sehen. Nun hat Laura Husar Garcia angekündigt, das Projekt fortzusetzen.

Bild: Laura Husar Garcia 10. Januar 2016, 14:352016-01-10 14:35:54 © SZ.de/doer/rus