Der Brauerbund stöhnt auf: Das Rauchverbot in Kneipen lässt den Bierabsatz zurückgehen.

Das Rauchverbot in Kneipen und Restaurants hat nach Einschätzung des deutschen Brauerbundes den seit Jahren anhaltenden Rückgang beim Bierabsatz verstärkt. Wie der Branchenverband mitteilte, wurde in den ersten vier Monaten dieses Jahres zwei Prozent weniger Bier verkauft, im April wurde sogar ein Minus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Die Brauer setzten gut ein Viertel ihrer Bierproduktion über die Gastronomie ab.

Zigarette und Biert: Fehlt das eine Genussmittel, wird das andere auch weniger konsumiert. (© Foto: dpa)

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Dort sei allein bei Fassbier ein Rückgang von bis zu 15 Prozent zu verzeichnen. In den vergangenen Jahren ging der Bierverbrauch um zwei bis drei Prozent pro Jahr zurück. 2007 tranken die Deutschen laut Brauerbund rein statistisch pro Kopf noch gut 111 Liter Bier. Im Jahr 2000 waren es noch 125 Liter gewesen. Zu dem anhaltenden Rückgang beim Bierkonsum trugen auch höhere Preise sowie veränderte Trinkgewohnheiten bei.

Nach einer Untersuchung von Brauereien in Hessen ist allein dort seit dem Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes bei 89 Prozent der Gastronomiebetriebe der Umsatz gesunken. Während 10 Prozent der Mehrraumbetriebe einen Umsatzverlust von 50 Prozent beklagten, seien das bei Kneipen und Restaurants mit nur einem Raum sogar fast doppelt so viele, teilte der Brauerbund weiter mit.

An diesem Mittwoch will das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Nichtraucherschutzgesetze Baden-Württembergs und Berlins verhandeln. Zwei Wirte aus Tübingen und Berlin hatten Verfassungsbeschwerde eingelegt.

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(dpa/imm)