Schwere Regenfälle haben in Südindien ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Mehr als hundert Menschen starben, Tausende harren ihrer Rettung.

Bei Überschwemmungen nach schweren Regenfällen in Südindien sind nach offiziellen Angaben mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen.

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Indische Familien bringen sich vor den Fluten in Sicherheit. (© Foto: dpa)

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Mehr als 1000 Soldaten der indischen Armee, der Marine und der Luftwaffe versuchten am Samstag, Tausende von Wassermassen eingeschlossene Menschen in den südlichen Bundesstaaten Karnataka und Andhra Pradesh zu retten.

Hubschrauber warfen Lebensmittelpakete ab. Menschen waren auf die Dächer ihrer Häuser geflüchtet und warteten auf Hilfe. Es könnte noch sehr viel mehr Tote gegeben haben, sagten Mitarbeiter des Katastrophenschutzes.

Seit Donnerstag waren in der Region Sturzbäche vom Himmel gekommen. Flüsse und Seen traten über die Ufer, Dämme wurden überflutet. Insgesamt sollen drei Millionen Menschen von dem Unwetter betroffen sein. Ihre Häuser wurden beschädigt, die Ernten zum Teil vernichtet, berichtete der Fernsehsender NDTV.

Meteorologen sagten auch für Sonntag schwere Regenfälle voraus. Der Monsun in Indien dauert normalerweise von Juni bis Ende September.

Sturm über den Philippinen

Glimpflicher als erwartet scheint hingegen hingegen der Wirbelsturm Parma über die Philippinen hinweggezogen zu sein. Begleitet von heftigen Regenfällen erreichte der Taifun den Nordosten des Landes. Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde entwurzelten Bäume und rissen Dächer von den Häusern.

In der Provinz Isabela ertrank ein Mann nach Polizeiangaben in einem durch starke Niederschläge angeschwollenen Fluss. Weitere Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Die Hauptstadt Manila, deren Bewohner noch mit den Folgen des ersten Taifuns vor einer Woche kämpfen, blieb diesmal verschont, weil der Sturm weiter nördlich auf Land traf.

Am vergangenen Wochenende waren durch den Tropensturm Ketsana in Manila und Umgebung fast 300 Menschen gestorben. Viele Gebiete sind immer noch überflutet.

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(AFP/dpa/gal/woja)