Flugzeugabsturz 66 Tote nach Absturz einer Passagiermaschine in Iran

  • An einem etwa 440 hohen Berg in Iran ist am Morgen ein Passagierflugzeug zerschellt.
  • Keiner der 66 Menschen an Bord konnte gerettet werden.
  • Aufgrund oftmals veralteter Flugzeuge kam es in Iran in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Unglücken.

In Iran ist ein Passagierflugzeug abgestürzt, das sich auf einem Inlandsflug von Teheran nach Yasudsch im Südwesten des Landes befunden hatte. Die Maschine vom Typ ATR-72 ist 480 Kilometer südlich von Teheran in einer abgelegenen Bergregion nahe der Stadt Semirom verunglückt. Sie soll am etwa 440 Meter hohen Berg Dena zerschellt sein. Iranische Nachrichtenagenturen berichten, es hätten sich 60 Passagiere, darunter ein Kind und sechs Crewmitglieder an Bord befunden.

Laut Katastrophenschutz sind alle Rettungskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Ein Sprecher des Roten Halbmonds sagte noch gegen Mittag, dass Suchtrupps nach wie vor keinen Zugang zum Absturzort hätten, da gerade ein Schneesturm über das Gebiet zieht. Die Fluggesellschaft hat jedoch mittlerweile bestätigt, dass damit zu rechnen ist, dass alle 66 Menschen umkamen. Die Behörden kündigten an, eine Untersuchung einzuleiten, um die bisher nicht bekannte Unfallsursache zu klären.

Ajatollah Chamenei, geistliches und politisches Oberhaupt Irans, sowie Präsident Hassan Ruhani sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. Auch Israels Premierminister, Benajmin Netanjahu, äußerte sich bedauernd. Israel habe keine Probleme mit den Bürgern Irans, sagte er auf der Münchner Sicherheitskonferenz. In einer Rede nur wenige Stunden zuvor hatte er Iran scharf angegriffen.

Aseman Airlines, der das Flugzeug angehört, steht auf der Liste unsicherer Fluggesellschaften der EU-Kommission. Aufgrund des schlechten Zustands von Maschinen, kam es in den vergangenen 15 Jahren zu mindestens sechs schweren Unglücken mit Hunderten von Toten. Vor allem Passagierflugzeuge kleinerer Fluglinien sind oft mehr als 40 Jahre alt. In diesem Fall handelte es sich um eine 25 Jahre alte Maschine.

Wegen der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomstreit konnten in Iran jahrzehntelang keine neuen Maschinen gekauft werden. Erst nachdem 2015 der Atomdeal zwischen Iran, den fünf UN-Vetomächten und Deutschland zustande gekommen war, konnten neue Verträge mit den Flugzeugherstellern Airbus, ATR und Boeing unterzeichnet werden. Bisher wurden jedoch nur ein Dutzend neue Maschinen nach Iran geliefert.