Erste Hinweise auf die Ursache für den Flugzeugabsturz mit 50 Toten im US-Bundesstaat New York: Die Piloten sprachen kurz vor dem Unglück über eine Vereisung auf den Tragflächen.
Nach einer ersten Auswertung der Flugschreiber der Unglücksmaschine von New York kommt eine Vereisung des Propellerflugzeugs als eine Unfallursache in Betracht. Die Piloten hätten beim Landeanflug nahe Buffalo über die "beträchtliche" Vereisung der Tragflächen und der Frontscheibe diskutiert, sagte ein Vertreter der Verkehrssicherheitsbehörde NTSB. Bei dem Absturz kamen 50 Menschen ums Leben.
Trauer im Bundesstaat New York: Die Bewohner versammelten sich zu einem Gemeinschaftsgebet. (© Foto: AFP)
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Nach Angaben des NTSB-Vertreters bemerkte die Besatzung die Vereisung, nachdem die Maschine die Landeerlaubnis erhalten hatte und ihre Flughöhe verringerte. Demnach vereisten die Frontscheibe sowie Teile der Tragflächen, obwohl das Kontrolllämpchen für das Enteisungssystem geleuchtet habe. Während des Landeanflugs auf den Flughafen von Buffalo im Bundesstaat New York sei das Flugzeug dann ins Schlingern geraten.
Kurz vor Ende der Aufnahme habe die Besatzung versucht, das Steuer und die Landeklappen hochzuziehen, sagte der NTSB-Vertreter. "Das ist alles, was wir von der Aufnahme bislang haben." Die Ermittlungen stünden jedoch noch am Anfang und bislang könne nichts als Unfallursache ausgeschlossen werden.
Bei dem Unglück in der Nacht zum Freitag kamen alle 49 Menschen an Bord der Bombardier-Maschine vom Typ Dash 8 Q400 ums Leben, ein Mensch starb im Dorf Clarence Center. Es war der folgenschwerste Absturz in den USA seit 2001.
Wegen des gewaltiges Brandes nach Aufschlagen der Maschine konnten die Ermittler erst am Tag nach dem Unglück mit der Untersuchung der Unfallstelle beginnen. Lediglich ein terroristischer Anschlag wurde von den Behörden als Unfallursache ausgeschlossen.
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(AFP/sonn)
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