Festnahme in Kolumbien Falsche Nonnen schmuggeln zwei Kilo Kokain

In geistlichem Gewand, doch mit wenig frommem Gepäck: Auf dem Flughafen der kolumbianischen Insel San Andrés hat die Polizei drei als Nonnen verkleidete Frauen festgenommen - sie trugen Kokain an ihrem Körper.

Ihre Gewänder sahen nicht echt aus, deshalb wurden die Sicherheitskräfte misstrauisch: Auf dem Flughafen der kolumbianischen Insel San Andrés haben Polizeibeamte drei als Nonnen verkleidete Frauen festgenommen, die zwei Kilo Kokain bei sich trugen. Die Reisenden hätten ungewöhnlich nervös gewirkt, sagte ein Polizist, wie mehrere Nachrichtenagenturen und die BBC übereinstimmend berichten.

Bei ihrer Festnahme brachen die drei Schmugglerinnen im Alter von 20, 32 und 37 Jahren in Tränen aus und gaben an, sie wären aus finanzieller Not zum Drogenhandel gezwungen. Das Kokain hatten sie an ihren Beinen festgeschnallt. Nun werden die Frauen wegen Drogenschmuggels angeklagt.

Die Reisenden kamen aus der Hauptstadt Bogotá, die Insel San Andrés ist als Zwischenstopp für Drogenschmuggler bekannt. Mit Kokain beladene Boote legen auf der Reise von Kolumbien nach Zentralamerika auf der Insel vor der nicaraguanischen Küste oft einen Halt ein.