Es besteht fast nur aus Knopfaugen und einer riesigen Nase. Ein Faultier-Baby, dessen Mutter gestorben ist, wird jetzt von Pflegern großgezogen und darf auch mit ihnen nach Hause gehen.
Vielleicht gibt es bald wieder einen Knut. Dieser könnte dann aber braungrau und viel kleiner sein: Der niedersächsische Tierpark Nordhorn ist seit Juni stolzer Besitzer eines Faultier-Babys. Es trägt den Namen Wutz. Was den Niedlichkeitsfaktor erhöht: Das Faultier ist Halbwaise. Jetzt soll es nach dem Tod seiner Mutter mit der Flasche aufgezogen werden. Weil Milch und Obst alleine nicht glücklich machen, hat der kleine Wutz nun einen Stofflöwen als neue Mama akzeptiert.
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Das Faultier-Baby Wutz hat zum Kuscheln einen Stofflöwen bekommen. Gefüttert wird es per Flasche von der Tierpflegerin im niedersächsischen Tierpark Nordhorn. (© Foto: dpa)
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Mutter Efra war Ende Juni tot im Gehege gefunden worden. Sie starb an einer bakteriellen Entzündung mit anschließender Blutvergiftung. Vater Diego, der wie Efra etwa Mitte Juni die Futteraufnahme verweigert und starken Durchfall bekommen hatte, geht es nach Angaben des Zoos inzwischen wieder besser. Die Hauptarbeit bei der Aufzucht habe eine Tierpflegerin übernommen, die den Kleinen am Wochenende mit nach Hause nimmt.
Wutz kam am 2. Juni auf die Welt. "Inzwischen hat er die Größe eines ausgewachsenen Zwergkaninchens und wiegt ein knappes Kilo", sagte Zoo-Sprecherin Ina Brockmann. Es sei das erste Mal, dass im Tierpark ein Faultier mit der Hand aufgezogen werde. "Zuerst hat er wenig getrunken, aber nun scheint alles gut zu klappen." Der Kleine habe schon Zähne und bekomme auch Reis und Gemüse. Die Flasche - zubereitet aus Trockenpulver einer künstlich hergestellten Hundemilch - bekommt das Faultier-Baby nur noch selten. Besucher sollen Faultier-Baby Wutz bald durch eine Scheibe zu sehen bekommen.
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(dpa/abis/luf)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben.
Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele "Verbesserungen" sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.