Die Tragödie zog sich über mehrere Tage: Der 35-Jährige, der im nordrhein-westfälischen Langenfeld seine komplette Familie ausgelöscht hat, tötete seine Frau und die gemeinsame Tochter offenbar bereits in der Nacht zum Donnerstag. Den Sohn ließ er zunächst am Leben - brachte ihn am Morgen noch in den Kindergarten und kaufte ihm Spielzeug.
Die Familientragödie von Langenfeld mit vier Toten war offenbar keine spontane Tat des Vaters, sondern hat sich über zwei Tage hingezogen. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse deckten sich mit entsprechenden Angaben in einem Abschiedsbrief, den der 34-Jährige ins Internet gestellt hatte, sagte Staatsanwalt Matthias Ridder in Nordrhein-Westfalen. "Wir haben nichts gefunden, was dem widerspricht."
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Vor dem Haus in Langenfeld, in dem ein 35-Jähriger seine komplette Familie ausgelöscht hat, haben Passanten Blumen und Kerzen niedergelegt. (© dpa)
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Die Ermittler hatten den Online-Abschiedsbrief umgehend gesperrt. Mehrere Medien zitierten jedoch aus ihm.
Der Zeitung Express zufolge geht aus dem Abschiedsbrief hervor, dass der Vater seine 33-jährige Frau und die neun Monate alte Tochter bereits in der Nacht zum Donnerstag tötete. Weil der fünfjährige Sohn aufgewacht sei, habe er ihn zunächst am Leben gelassen. Am Donnerstag habe er den Jungen nochmals in den Kindergarten gebracht, sei danach mit ihm essen gegangen und habe ihm eine Eisenbahn geschenkt. In der Nacht zum Freitag tötete er dann auch den Fünfjährigen.
Anschließend soll der Vater die Wohnung der Familie im zweiten Stock eines Mehrfamilienhaus angezündet haben. Der 35-Jährige selbst starb der Staatsanwaltschaft zufolge vermutlich an einer Rauchgasvergiftung. Die Feuerwehr hatte die vier Leichen am frühen Freitagmorgen entdeckt. Kurzzeitig hatte es in der Presse geheißen, die Familie sei bei dem Feuer gestorben.
Wie der Mann Frau und Kinder umbrachte, ist noch unklar. Es habe keine Anzeichen "grober äußerer Gewalt" gegeben, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft. Der Express berichtete, der 35-Jährige habe Chloroform benutzt, um seine Familie zu töten.
Das Tatmotiv waren möglicherweise finanzielle und berufliche Probleme. Sein Unternehmen sei eine Lügenblase, die zu platzen drohe, heißt es demnach in dem Abschiedsbrief des Mannes.
Vor drei Monaten hatte die Feuerwehr schon einmal zur Wohnung der Familie ausrücken müssen. In der kernsanierten Wohnung habe es einen Kabelbrand gegeben, hatte der Vater später einem Nachbarn erzählt - offenbar versuchte der Mann jedoch bereits bei dieser Gelegenheit, sich, seine Frau und die Kinder zu töten. Damals konnte die Familie von der Feuerwehr noch gerettet werden.
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(Süddeutsche.de/dpa/dapd/jobr/cag)
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ich begreife es nicht: wenn sie ihr leben als gescheitert ansehen, dann sollen sie von mir aus abtreten. aber warum müssen diese egomanen immer ihre familie mit in den tod reissen? vielleicht wollte die frau gar nicht sterben -- von den kindern ganz zu schweigen? schade, dass sich diese menschen durch den suizid auch dieser verantwortungs entzogen haben ...