Die Spurenauswertung im Mordfall Michelle verläuft bislang ohne Erfolg. Immer noch sucht die Polizei in Leipzig nach einem Zeugen der Tat.

Im Fall der ermordeten achtjährigen Michelle aus Leipzig hat die Auswertung einer Vielzahl von Spuren in einem Schulkeller bislang nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Es gebe bislang keine Anhaltspunkte, dass das Mädchen in den Kellerräumen des Gymnasiums war, teilte die Polizei am Donnertag mit. Der Tatort sei nach wie vor unklar. Auch fehle weiter jede Spur von Michelles Jacke und Tasche.

Michelle; dpa

Trauer in Leipzig im August 2008: Die Polizeiarbeit tritt auf der Stelle. (© Foto: dpa)

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Wie es hieß, konnte bislang auch nicht der Zeuge identifiziert werden, nach dem mit einem Phantombild auch bundesweit in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" gesucht worden war. Die Polizei kündigte an, sie werde die Suche nach dem Zeugen und dem Mörder des Mädchens wie zuletzt mit 75 Beamten fortsetzen.

Bislang wurden nach den Angaben 4.500 kriminaltechnische Spuren gesichert und zu großen Teilen begutachtet. Daraus habe sich aber kein konkreter Verdacht gegen einen möglichen Täter ergeben, hieß es.

Mitte November war der Keller eines Gymnasiums nahe der Grundschule von Michelle in den Fokus der Ermittlungen gerückt, weil ein Mantrailer-Hund die Fahnder zielgerichtet dorthin geführt hatte. Michelle war am 18. August nicht aus ihrer Schule nach Hause zurückgekehrt. Drei Tage später wurde ihre Leiche unweit ihres Elternhauses entdeckt.

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(AP/grc)